Australien Reiseblog
Oktober/November 2017
Australien war für uns schon immer ein absolutes Traumreiseziel: mal vor dem Sydney Opera House stehen, am Great Barrier Reef schnorcheln und Kängurus in freier Wildbahn sehen. Schon ein Jahr vorher haben wir gemeinsam mit unserer „Reisegruppe“ (wir waren zu fünft unterwegs) angefangen zu planen und haben uns sehr auf diese Reise gefreut.
Inhalt
Route
Highlights
Fortbewegung
Unterkunft
Verpflegung
Geld
Trinkgeld
Sprache
Sicherheit
Sehenswürdigkeiten/Ausflüge
Reiseblog
Bewertung Reisetauglichkeit mit Baby oder Kind
Route
Tag 1+2: Anreise
Tag 3-5: Melbourne mit Great Ocean Road
Tag 6: Canberra
Tag 7: Fahrt von Canberra nach Sydney über Jervis Bay, Kiama und Royal National Park
Tag 8-10: Sydney mit Blue Mountains
Tag 11: Fahrt von Sydney nach Port Macquarie über Brisbane Water National Park & Newcastle
Tag 12: Fahrt von Port Macquarie nach Brisbane über Dorrigo National Park, Coffs Harbour, Grafton, Byron Bay und Surfers Paradise (Gold Coast)
Tag 13: Brisbane
Tag 14: Fahrt von Brisbane nach Hervey Bay über Sunshine Coast und Noosa
Tag 15: Fraser Island von Hervey Bay aus
Tag 16: Fahrt von Hervey Bay nach Airlie Beach
Tag 17: Whitsunday Islands
Tag 18: Airlie Beach, Billabong Sacturary & Fahrt nach Townsville
Tag 19: Undara Volcanic National Park
Tag 20: Fahrt von Undara nach Cairns über Atherton Tablelands, Millaa Millaa Falls und Crystal Cascades
Tag 21: Great Barrier Reef
Tag 22: Kuranda National Park
Tag 23: Cairns & Rückreise
Tag 24: Rückreise
Highlights
- Durch Melbourne spazieren und das tolle Flair aufsaugen
- Die Great Ocean Road entlangfahren
- Die Aussicht auf das weltbekannte Sydney Opera House genießen
- Kängurus in freier Wildbahn sehen
- Einen Ausflug nach Fraser Island machen
- Am Whiteheaven Beach baden und bei den Whitsunday Islands schnorcheln
- Bei der Undara Night Tour einen tollen Sonnenuntergang erleben und Fledermäuse sehen
Fortbewegung
Wir waren mit dem Mietwagen unterwegs und um Australien zu bereisen würde ich das (oder einen Camper) auch empfehlen. An den meisten Sehenswürdigkeiten gibt es auch Parkplätze. Es gibt einige Mautstraßen, die man jedoch meist auch gut vermeiden kann, wir haben nur vom und zum Flughafen Maut gezahlt (wurde automatisch erfasst und abgebucht von der Mietwagenfirma).
In den Städten kommt man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zurecht und auch zwischen den Städten fahren Fernbusse, aber mit dem Mietwagen ist man natürlich flexibler und kann auch die zahlreichen Nationalparks anfahren.
Unterkunft
Wir waren zu fünft unterwegs und haben in AirBnBs übernachtet. Das war nicht nur günstiger als Hotels, sondern auch super, weil man abends zusammensitzen konnte. Außerdem gab es häufig Pools und Barbecue Areas.
Eine beliebte Alternative ist, das Land mit einem Camper zu bereisen.
Verpflegung
Es gibt in Australien sowohl noble Restaurants als auch Fast Food-Ketten, wobei es auch dort nicht super günstig ist. Wir waren häufig in self service-Restaurants und haben dort für ca. 10-15 € ein Essen inkl. Getränk bekommen. Außerdem haben wir einige Male selbst gekocht bzw. gegrillt.
Geld
Es gibt in den Städten ATMs und auch Kreditkartenzahlung ist verbreitet.
In Australien zahlt man mit Australischen Dollar 1 EUR ungefähr 1,60 AUD entspricht (Stand Dezember 2020).
Trinkgeld
In Australien ist Trinkgeld weniger üblich als in Deutschland. Im Restaurant sind ca. 10% bei gutem Service angemessen.
Sprache
In Australien wird Englisch gesprochen.
Sicherheit
Australien gilt als sehr sicheres Reiseziel, wir haben uns jederzeit sicher und wohl gefühlt. Immer aktuelle Informationen zur Sicherheitslage gibt es auch auf der Homepage des Auswärtigen Amtes.
Sehenswürdigkeiten/Ausflüge
Die Ausflüge nach Fraser Island, auf die Whitsunday Islands und zum Great Barrier Reef sowie die Undara Night Tour haben wir vorab online gebucht, die restlichen Eintritte vor Ort gezahlt. Vor allem in Cairns gibt es aber auch vor Ort einige Anbieter für Touren zum Great Barrier Reef. Die Ausflüge waren alle sehr teuer, aber wir haben insgesamt nicht sehr häufig Eintritte bezahlt.
Reiseblog
Tag 1+2: Anreise
Am späten Nachmittag sind wir von Frankfurt losgeflogen nach Dubai und von dort weiter nach Melbourne. Wir hatten den Mietwagen unter Angabe unserer Flugdaten über ein Reisebüro gebucht und leider war weder ihnen noch uns aufgefallen, dass der Mietwagenschalter bereits geschlossen ist, wenn wir spät abends in Australien ankommen. So mussten wir dann ein Taxi zu unserer Unterkunft nehmen.
Tag 3: Melbourne
Der Tag ist mit Aufgabenteilung gestartet: während der eine Teil der Gruppe im Supermarkt um die Ecke einkaufen war, haben die anderen den Mietwagen vom Flughafen geholt (die Taxigebühren haben wir übrigens im Nachhinein erstattet bekommen). Bis wir dann gefrühstückt und uns etwas eingerichtet hatten, war leider schon etwas mehr Zeit von unserem ersten Reisetag vergangen als wir gehofft hatten.
Am frühen Nachmittag sind wir mit der Metro zur University of Melbourne gefahren und dann vorbei am Ian Potter Museum of Art, über die Swanston Street bis zur Brunswick Street gelaufen, wo sich neben Street Art auch einige schöne Geschäfte befinden, wirklich schön dort. Als nächstes sind wir durch die Carlton Gardens vorbei am Melbourne Museum und dem riesigen schönen Royal Exhibition Building bis zum Agyle Sqare gelaufen. Dort war eine Veranstaltung mit Oldtimer-Ausstellung und Essensständen. Wir haben uns ein bisschen da aufgehalten und sind dann weiter zu den Melbourne City Baths, einem Schwimmbad mit Fitnessstudio in einem auffallenden historischen Gebäude, und danach zum Parliament of Victoria gegangen. In der Nähe waren auch das Princess Theatre, ein imposantes Theater-Gebäude, das Luxushotel Windsor, und das Old Treasury Building, in dem heute unter anderem ein Museum ist. Daneben sind auch ein schöner Stadtpark und die St. Patrick’s Cathedral, eine der größten Kathedralen Australiens. Von dort sind wir durch die Straßen von Chinatown ins Stadtzentrum gelaufen und zurück zur Unterkunft gefahren.
Für die Metro in Melbourne benötigt man eine myki-Karte, die man mit Guthaben auflädt und dann jeweils beim Ein- und Aussteigen scannt (Stand Oktober 2017)
Tag 4: Great Ocean Road
Schon früh am Morgen sind wir mit dem Mietwagen losgefahren, wir hatten nämlich eine ziemliche lange Tour über die Great Ocean Road auf dem Programm.
Zuerst sind wir zum Victoria State Rose Garden in Werribee gefahren. Da wir so früh dran waren, sind noch die Gärtner durch den Rosengarten gelaufen und die Sprinkleranlagen waren noch aktiviert, außer uns war noch niemand da. Der Rosengarten ist sehr schön angelegt, super gepflegt und eignet sich perfekt für einen kurzen Spaziergang.
Unser zweiter Stopp war die Geelong Waterfront, wo wir ein Stück am Wasser entlanggelaufen sind und die auf dem schönen Grünstreifen aufgestellten Holzfiguren gesehen haben.
Weiter ging’s nach Torquay zum Bells Beach, einem bekannten Surferstrand, der an diesem bewölkten Vormittag zwar menschenleer, aber sehr schön anzuschauen war.
Generell ist auf der Great Ocean Road der Weg das Ziel. Wenn man die bekannte Küstenstraße entlangfährt, hat man ständig wunderschöne Panoramen vor sich, es ist ein absolutes landschaftliches Highlight. Es gibt auch häufig Parkbuchen, wo man mal anhalten und die Aussicht genießen kann.
Als nächstes haben wir beim Parkplatz der Sheaok Falls gestoppt und sind den kurzen Weg zu den Wasserfällen gelaufen, sehr schön dort!
In Apollo Bay sind wir zum Marriner’s Lookout gefahren, von wo man eine tolle Aussicht auf die Bucht hat. An dem Aussichtspunkt haben sich auch einige Schafe getummelt.
Danach sind wir auf die Moonlight Head Road gefahren, die nasse unbefestigte Straße wurde allerdings immer enger und unser Auto war nicht wirklich für eine solche Fahrt geeignet, also sind wir nach ein paar Metern umgekehrt.
Während wir die ganze Fahrt über kaum andere Menschen gesehen haben, war auf dem Parkplatz der Hauptattraktion doch etwas mehr los, einige Touristenbusse haben dort gehalten. Die Twelfe Apostles sind aber auch wirklich absolut sehenswert: markante Kalkfelsen, die aus dem Meer ragen, es sieht einfach toll aus und war auch für uns das Highlight der wunderschönen Tour an der Küstenstraße.
Von dort sind wir auf dem kürzesten Weg zurück nach Melbourne gefahren. Es war ein langer Tag, aber diese Tour war auch bei bewölktem Himmel wirklich super.
Tag 5: Melbourne
Am Morgen sind wir zuerst zum Shrine of Rememberance, einem Kriegsdenkmal, gelaufen und haben es besichtigt. Danach sind wir in die Royal Botanic Gardens gegangen, die wirklich super schön angelegt sind. Durch St. Kilda sind wir dann vorbei an der National Gallery of Victoria und dem Arts Centre Melbourne bis zur Princess Bridge gelaufen. Von dort hat man eine tolle Aussicht auf Melbournes Skyline. Nach einem ausgiebigen Fotostopp sind wir die Southbank Promenade entlanggelaufen bis zum Eureka Tower. In Melbournes höchstem Gebäude sind wir auf die Aussichtsplattform gefahren und haben von dort das Panorama über die Stadt bewundert. Man kann zusätzlich auf „The Edge“ gehen, eine Plattform, herausgefahren werden kann und deren Boden aus Glas ist.
Eureka Tower Skydeck: ca. 15 AUD (Stand Oktober 2017)
Wir sind dann zurück zur Princess Bridge gelaufen, haben über diese den Yarra River überquert und sind zum Federation Square gegangen. Dieser zentrale Platz ist von modernen Gebäuden wie dem Atrium und dem Museum ACMI umgeben. Direkt gegenüber befinden sich das historische Veranstaltungsgebäude Forum sowie die St. Paul’s Cathedral.
Danach sind wir durch The Lanes spaziert, in diesen Gassen befinden sich viele süße Geschäfte, Restaurants und Cafés, und es gibt Street Art zu entdecken. Außerdem schließen die beeindruckend gestalteten Arkaden Block Arcade und Royal Arcade sowie das Melbourne Town Hall an, es ist wirklich schön dort! Wir sind dann durch die Einkaufsstraße Bourke Street und zum tollen Gebäude der State Library of Victoria auf der Swanston Street gegangen und danach auf der Suche nach dem Coop’s Shot Tower ein bisschen rumgeirrt bis wir verstanden haben, dass der Turm in der Kuppel der Central Mall versteckt ist. Danach sind wir noch etwas zwischen den Wolkenkratzern durch den Central Business District spaziert bis zum Queen Victoria Market, der allerdings am Nachmittag schon geschlossen war. Anschießend waren wir noch in den Flagstaff Gardens.
Am Nachmittag sind wir noch mit der Tram zur New Quay Station gefahren und dort etwas die Docklands rund um New Quay und Waterfront City abgelaufen, haben die moderne Kunst und die neu gebauten Gebäude bestaunt und haben das Etihad Stadium und die Bolte Bridge gesehen.
Während wir am ersten Tag in Melbourne eher in den äußeren Bezirken unterwegs waren, haben wir an diesem Tag das pulsierende Zentrum der Stadt erlebt. Melbourne ist eine wirklich tolle Stadt, es gibt wunderschöne historische Gebäude neben topmoderner Architektur und vor allem die bunten lebendigen Straßen im Zentrum haben es uns angetan, dort herrscht so eine tolle Atmosphäre.
Tag 6: Canberra
Am Morgen hieß es „Tschüss, Melbourne“ und ab ins Auto für eine über 7-stündige Autofahrt nach Canberra. Zwar sieht man an den Straßen Koala-Warnschilder, es waren aber weit und breit keine zu sehen, ebenso wenig wie Kängurus. Dafür gab es unendliche Grasflächen, Schafe, Kühe und noch mehr Grasflächen, Schafe und Kühe. Es war wirklich eine ziemlich öde Landschaft und die Autofahrt war nicht sehr spannend, aber am späten Nachmittag sind wir in der Hauptstadt angekommen.
Zuerst sind wir zum Australian War Memorial gefahren, haben dieses beeindruckende Gebäude besichtigt und von dort die rote Promenade Anzac Parade gesehen. Über diese sind wir dann auch vorbei an den zahlreichen Statuen und Denkmälern gefahren und haben in der Nähe der National Archives of Australia geparkt. Wir sind zum Parliament gelaufen, auf dessen Vorplatz ein riesiges Mosaik liegt, das von einer Wasserfläche umgeben wird. Über eine riesige Grünfläche, auf der auch die Aboriginal Tent Embassy steht, sind wir zum Old Parliament House und weiter zum National Rose Garden gegangen. Es sind zwar einige bunte Vögel durch die Gärten geflogen, Menschen waren in dem ganzen Regierungsviertel aber kaum zu sehen, es war wie ausgestorben.
Später sind wir in Canberras Stadtzentrum gefahren, dort etwas herumspaziert und haben zu Abend gegessen. Dort war es etwas belebter.
Auch wenn Sydney und Melbourne viel präsenter sind, ist Canberra Australiens Hauptstadt und diese wollte ich gerne sehen. Es war tatsächlich kaum etwas los und die Innenstadt war zwar ganz schön, aber auch kein absolutes Must-see. Trotzdem würde ich die Route wieder so wählen und Canberra anschauen, ein zweites Mal muss man meiner Meinung nach nicht dorthin – der Rest der Reisegruppe meinte, wir hätten uns auch den ersten Besuch dort sparen können.
Tag 7: Fahrt von Canberra nach Sydney über Jervis Bay, Kiama und Royal National Park
Wieder ging es früh los, denn auf unserem Weg von Canberra nach Sydney hatten wir einiges vor.
Zuerst sind wir über teils unbefestigte, aber gut befahrbare Straßen zum Morton National Park gefahren, wo man von einer Aussichtsplattform einen tollen Blick über die Wälder hat.
Danach sind wir nach Jervis Bay gefahren, zuerst zum Jervis Bay National Park. Kurz hinter dem Parkschild ist plötzlich ein Tier vor uns auf die Straße gehuscht, wir haben sofort gebremst und sind kurz ausgestiegen, es war ein Ameisenigel, der sich gleich im Gebüsch versteckt hat. Also sind wir weitergefahren und das Auto, das bei der Bremsaktion hinter uns war, hat uns überholt und bedeutet, das Fenster zu öffnen – wir haben mit einem Anschiss gerechnet, dass wir einfach mitten auf der Straße anhalten und dann auch noch aussteigen, aber der nette Australier hat sich bedankt, dass wir auf so gut auf die Tierwelt aufpassen und den Igel nicht überfahren haben, wie freundlich?! Überrascht von so einer tollen Reaktion sind wir weiter zum menschenleeren Hyams Beach gefahren und dort durch den weißen Puderzucker-Sand spaziert, der Strand war wirklich traumhaft! Zum Baden war es aber zu kalt und so sind wir weiter in den Booderee National Park gefahren. Wir sind durch die wunderschöne Landschaft spaziert, haben einen weiteren Ameisenigel und bunte Vögel gesehen, aber Kängurus waren nach fast einer Woche in Australien immer noch nicht in Sicht. Der Nationalpark ist wirklich toll und man kann hier schöne Wanderungen machen. Irgendwann sind wir weitergefahren und plötzlich sehen wir in einem Vorgarten ein Känguru rumhüpfen! Wir haben natürlich mal wieder gleich angehalten und dann noch ein zweites Känguru mit Baby im Beutel direkt daneben gesehen, endlich, soo cool!
Booderee National Park: Eintritt ca. 2 AUD (Stand Oktober 2017)
Als wir uns von den süßen Beuteltieren loseisen konnten, sind wir weitergefahren zum Kiama Blowhole, wo Wasser durch die Kraft des Meeres durch die Felsen fontänenartig in die Höhe geschossen wird. An diesem Tag war das Meer ziemlich ruhig und die Fontänen deshalb nicht ganz so hoch, trotzdem war das Naturschauspiel beeindruckend. Nur wenige Fahrminuten entfernt liegen die Cathedral Rocks, tolle Felsformationen in Küstennähe, die wir anschließend besucht haben.
Von dort sind wir zum Royal National Park gefahren und dort durch die Wälder gelaufen bis zu einem Aussichtspunkt, wo man über einen Fluss und die Bäume blicken konnte – wirklich toll.
Danach sind wir bis Sydney durchgefahren und haben unsere Unterkunft bezogen.
Es war zwar wieder ein langer Fahrtag, dieses Mal aber mit einigen tollen Zwischenstopps und einer abwechslungsreicheren Landschaft.
Tag 8: Sydney
Unseren ersten Tag in Sydney haben wir im Chinese Garden of Friendship begonnen. In diesem wunderschön angelegten Garten kann man neben Fischen, Schildkröten, Leguanen und Ibissen die Pflanzen und chinesischen Bauwerke rund um den Teich mit Wasserfall bestaunen.
Chinese Garden of Friendship: Eintritt 6 AUD (Stand Oktober 2017)
Von den Gärten aus sind wir über den Tumbalong Park und am ICC Theatre vorbei zum Darling Harbour gegangen und dann weiter über die Pyrmont Bridge bis zum Harbourside Shopping Centre. Die Hafengegend ist wirklich toll, es gibt einige Geschäfte und Restaurants mit Blick auf die Boote.
Wir sind dann weiter in die Innenstadt gelaufen, zur schönen City Hall, vor der ein lila blühender Jacaranda-Baum stand, und zum ebenso prächtigen Queen Victoria Building, das auch von innen sehr sehenswert ist. Danach ging es auf die Shoppingmeile Pitt Street mit der riesigen Westfield Mall. Von dort sind wir zum Hyde Park gelaufen, der sich nicht nur für einen Spaziergang anbieten, sondern auch eine tolle Aussicht auf den Central Business District (CBD) mit dem Sydney Tower auf der einen und die wundervolle Saint Mary’s Cathedral auf der anderen Seite bietet. Außerdem beherbergt der Park das Anzac Memorial.
Am Nachmittag sind wir dann weiter nach Chinatown gegangen, haben dort die Market City besucht, waren auf dem Friday Market und haben chinesisch gegessen.
Tag 9: Blue Mountains und Bondi Beach
Nach dem Tag in der Metropole ging es mal wieder in die Natur. Nach ungefähr eineinhalb Stunden Fahrt waren wir in den Blue Mountains, einem Gebirge, das aufgrund der Ausdunstungen der dort häufig vorkommenden Eukalyptusbäume angeblich in leicht blauem Nebel liegt – das können wir zwar nicht bestätigen, wunderschön ist die Landschaft trotzdem, das haben wir von zahlreichen Aussichtspunkten gesehen. Angefangen haben wir beim Jamison Lookout, von wo man auch die Wentworth Falls sieht – da es in letzter Zeit nicht viel geregnet hatte, waren es aber eher Wasserfällchen. Danach sind wir zum Sublime Point gefahren, wo eine große Aussichtsplattform ist, von der man die felsigen Berge erblicken kann und danach zum Colf Links Lookout. Anschließend ging es durch Leura und zum Gordon Falls Lookout. Auch dort lag ein beeindruckendes Panorama vor uns, wobei auch diese Wasserfälle wenig Wasser geführt haben. Vom Parkplatz der Cascades aus sind wir begleitet vom lauten Zirpen der Insekten an den Wasserfällen entlang gewandert. An einigen Stellen konnte man sich in den Kaskaden erfrischen. Nach unserer kurzen Wanderung sind wir weiter zum bekanntesten Aussichtspunkt gefahren, dem Echo Point, von wo man die Three Sisters perfekt sehen kann. Das eine Felsformation, die einer Legende nach drei versteinerte Schwestern darstellt. Nachdem wir sie betrachtet hatten, sind wir weiter durch Katoomba bis zum Evans Lookout gefahren, wo wir nochmal einen unglaublich tollen Ausblick hatten.
Der Tag in den Blue Mountains war super, die Landschaft ist unglaublich schön! Jeder Lookout war toll und wenn man die Zeit hat, würde ich auch mehrere anfahren. Man kann in den Bergen auch mit einer Seilbahn fahren und natürlich gibt es einige Wanderwege.
An den Lookouts gibt es Parkplätze und man kann über recht einfach Wege schnell zu den Aussichtspunkten gelangen.
Als wir am späten Nachmittag zurück in Sydney waren, sind wir nochmal an den bekannten Surferstrand Bondi Beach gefahren. Wir haben die Surfer beobachtet, sind ein bisschen durch den feinen Sand gelaufen und durch das anschließende Viertel spaziert. Dieser Strand gehört auf jeden Fall zu einem Sydney-Aufenthalt dazu.
Tag 10: Sydney
An unserem letzten Tag in Sydney sind wir durch den CBD vorbei am Parliament of New South Wales, der State Library of New South Wales und der Art Gallery of New South Wales – alles drei schöne historische Gebäude – zu den Royal Botanic Gardens gelaufen. Die Gärten waren sehr schön angelegt, vor allem hat man von dort aber eine perfekte Aussicht auf die Skyline, das Sydney Opera House und die Harbour Bridge – wir konnten uns gar nicht sattsehen. Vom Botanischen Garten aus sieht man auch das Fort Dension auf einer kleinen vorgelagerten Insel. Zudem befinden sich dort das denkmalgeschützte Government House und ein Stück außerhalb Mrs. Macquarie’s Chair, eine Sitzbank, die in Sandstein gehauen wurde. Wir sind dann bis zum Sydney Opera House gelaufen, einmal vor diesem atemberaubenden Gebäude zu stehen konnten wir jetzt von unserer Bucket List streichen – obwohl die Aussicht darauf von den Steinen neben dem Mrs. Macquarie’s Chair noch beeindruckender war. Nach dem Fotostopp sind wir den belebten Circular Quay entlangspaziert und dann durch die Straßen des Viertels The Rocks, wo zwischen Restaurants und Pubs auch ein Markt stattfand, es herrschte ein tolles Flair dort. Weiter ging es nach Millers Point, vorbei an der Garrison Church zum Observatory Hill Park, wo uns Sydney zu Füßen lag. Nachdem wir ein Stück über die Harbour Bridge gelaufen waren – das gehört natürlich auch dazu – sind wir zurück zu The Rocks und haben bei Live-Musik zu Abend gegessen. Als es dunkel wurde, sind wir zurück zum Sydney Oper House gelaufen und haben die Lichtshow angeschaut, so schön! Danach sind wir mit der Fähre zum Darling Harbour gefahren, das war die perfekte Alternative zum teuren Bootsausflug, wir hatten nochmal eine perfekte Aussicht auf die Stadt bei Nacht.
Fährt Circular Quay – Darling Harbour: ca. 7 AUD (Stand Oktober 2017)
Sydney hat uns richtig gut gefallen: tolle Innenstadt, schöne Hafengegenden und atemberaubende Ausblicke. Die Frage „Sydney oder Melbourne?“ beantworten wir mit: „beide!“ Von Sydney hatte ich vorher höhere Erwartungen, die übertroffen wurden, Melbourne hat mich positiv überrascht. Beide Metropolen und deren entspanntes Flair muss man mal erlebt haben.
Tag 11: Fahrt von Sydney nach Port Macquarie über Brisbane Water National Park & Newcastle
Es stand eine über 4-stündige Fahrt mit Zwischenstopps an. Von Sydney sind wir über den Hawkesbury River zum Staples Lookout im Brisbane Water National Park gefahren und haben die tolle Aussicht genossen.
Danach sind wir nach Newcastle gefahren, wo wir das topmoderne Gebäude der Universität gesehen haben und dann von der schönen City Hall durch den gegenüberliegenden Civic Park mit dem Captain Cook Memorial Fountain zur Christ Church gelaufen sind. Anschließend sind wir vorbei am Fort Scratchley zum Nobby’s Head gefahren.
Es ging dann durch bis nach Port Macquarie, wo wir unsere Unterkunft bezogen haben und danach über den Harry’s Lookout zum Shelly Beach gelaufen sind und uns dort ins ziemlich kalte Wasser gewagt haben. Am Abend sind wir dann ins Stadtzentrum gefahren, wo wir das Theater Glass House gesehen und am Town Square mit der Aussicht auf Pelikane zu Abend gegessen haben.
Der Tag war nicht sehr spektakulär, aber solche Fahrtage gehören eben auch zu einem Roadtrip dazu.
Tag 12: Fahrt von Port Macquarie nach Brisbane über Dorrigo National Park, Coffs Harbour, Grafton, Byron Bay und Surfers Paradise (Gold Coast)
Wieder stand eine lange Fahrt an, über 6 Stunden, aber mit einigen Zwischenstopps.
Der erste war der Dorrigo National Park, in dem es einen Skywalk gibt, von dem man eine wunderbare Aussicht über die Bäume hat.
Als nächstes sind wir nach Coffs Harbour gefahren, wo wir am Jetty Beach auf einer Holzbank mit traumhaftem Ausblick unser Proviant verspeist haben.
Danach sind wir durch Grafton gefahren, die Stadt ist bekannt für die zahlreichen Jacaranda-Bäume, die lila blühen. Wir hatten Glück und waren auch wirklich zur Blütezeit vor Ort, die Straßen sahen toll aus!
Ein weiteres Highlight hat in Byron Bay auf uns gewartet: der Leuchtturm am Cape Byron. Die Sonne hat im Meer geglitzert, wir hatten ein wunderschönes Panorama vor uns, wirklich super!
Am Abend waren wir dann in Surfers Paradise (Gold Coast), wo wir zuerst am Strand entlang und später zwischen den Hochhäusern über palmengesäumte Straßen spaziert sind. Der Ort hat uns auch sehr gut gefallen. Nach dem Abendessen ging es dann direkt nach Brisbane in unsere Unterkunft.
Nach dem eher langweiligen Tag davor hatten wir an diesem Tag viele kurze, aber sehr schöne Stopps mit einigen tollen Aussichten.
Tag 13: Brisbane
Unsere Tour durch Brisbane startete mit einem Spaziergang durch die recht unbelebten Straßen in Chinatown bis zur Story Bridge, von wo man eine gute Aussicht auf die Skyline hat. Dann ging es an den schönen historischen Gebäuden Customs House, St. John’s Cathedral und Cathedral of St. Stephen vorbei bis zu den City Botanic Gardens. Wir sind durch die toll angelegten Gärten geschlendert, die direkt am Brisbane River liegen. Danach sind wir vorbei am Old Government House, der University of Brisbane und dem Queensland Parliament zu den wunderschönen Queens Gardens gelaufen, an die auch das imposante Treasury Casino & Hotel angrenzt. Von dort sind wir über die geschäftige Shoppingmeile Queen Street gelaufen und dann weiter bis zum King George Square, wo die City Hall mit dem markanten Uhrenturm steht. Im Rathausgebäude befindet sich auch das Museum of Brisbane. Anschließend sind wir durch den Wickham Park zur Old Windmill, einer denkmalgeschätzten Mühle, gegangen und von dort über die rote Treppe Jacob’s Ladder zurück ins Stadtzentrum gelaufen, wo auch einige Marktstände aufgebaut waren. Man sieht von dort auch die verrückte Kurilpa Bridge mit, wir sind allerdings über die Victoria Bridge ins Viertel SouthBank gelangt, wo sich ein Museum ans nächste reiht: hier findet man das Queensland Museum, die Gallery of Modern Art (GOMA), außerdem die State Library of Queensland und das Cultural Centre. Neben all den Kultureinrichtungen gibt es auf dieser Seite des Brisbane River auch einige weitere Freizeitangebote: Hier befindet sich das Riesenrad Wheel of Brisbane und die SouthBank Parklands, ein riesiger wunderschöner Park, in dem auch ein großer Pool mit Sandstrand ist. Wir hatten nicht erwartet, dass dieser Ort so cool ist, sonst hätten wir auf jeden Fall Badesachen mitgenommen – so sind wir dann mit der Tram zurück in unsere Unterkunft gefahren und haben dort den Nachmittag am Pool verbracht und anschließend mit toller Aussicht auf die Skyline gegrillt.
Brisbane ist eine super schöne Stadt mit vielen sehenswerten Gebäuden und sehr vielen Parks und Gärten, unser absolutes Highlight waren die SouthBank Parklands.
Tag 14: Fahrt von Brisbane nach Hervey Bay über Sunshine Coast und Noosa
Wir hatten mal wieder einen Fahrtag auf dem Programm, aber die 4 Stunden im Auto wurden durch zwei entspannte Stopps unterbrochen.
Zuerst sind wir nach Sunshine Coast gefahren und dort die Esplanade entlangspaziert, ein wirklich schöner Ort!
Dann sind wir weitergefahren bis nach Noosa, wo wir zuerst die Hasting Street abgelaufen sind und dann den restlichen Tag am Main Beach verbracht haben. Es war ein super schöner Sandstrand am erfrischenden Meer.
Am späten Nachmittag haben wir noch die restliche Strecke nach Hervey Bay zurückgelegt.
Tag 15: Fraser Island
Unser erster organisierter Ausflug stand an und so haben wir uns am Morgen am Treffpunkt eingefunden, wo wir dann abgeholt und zur Fähre gebracht wurden, die uns auf die größte Sandinsel der Welt, Fraser Island, gebracht hat. Dort Stand unser Bus schon bereit und unsere Inseltour konnte starten.
Zuerst ging es zum 75 Mile Beach. An diesem wunderschönen Sandstrand landen nicht nur kleinere Flugzeuge, er gilt auch offiziell als Highway und so sind wir dann auch dort entlanggefahren, zuerst bis zu The Pinnacles, Formationen aus Sand(stein) in verschiedenen Farben. Von dort sind wir zum Maheno Shipwreck gefahren, das am Strand liegt. Der nächste Stopp war Eli Creek, ein Bach, von dessen leichter Strömung man sich auf einem Reifen treiben lassen kann. Mangels Reifen sind wir wie viele andere einfach gelaufen – auch toll. Danach ging es über die holprigen Straßen zu einem Restaurant. Nach dem Mittagessen sind wir zu einer kurzen Wanderung über die Insel aufgebrochen, auf der wir einiges über die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt erfahren haben. Die Landschaft mit den riesigen Bäumen und Farnen ist wunderschön! Am Nachmittag sind wir dann noch zum Lake MacKenzie gefahren, einem traumhaften Süßwasser-See mit feinem weißen Sandstrand. Laut unserem Guide ist das Wasser des Sees ein Jungbrunnen – und selbst wenn das nicht stimmt, war es einfach schön erfrischend. Der Tag ist wie im Flug vergangen und es ging dann mit der Fähre auch schon wieder zurück nach Hervey Bay.
Fraser Island ist ein unglaublich schöner Ort und ein absolutes Highlight auf unserer Australien-Reise, jeder einzelne Stopp war toll. Da es eine Sandinsel ist, kann man nicht mit jedem Auto ohne Weiteres dorthin fahren, somit war für uns der organisierte Ausflug die komfortablere Variante. Der Guide war super und obwohl diese Tour sehr teuer war, hat sie sich aus unserer Sicht gelohnt.
Ausflug nach Fraser Island von Hervey Bay: ca. 130 € (Stand Oktober 2017)
Tag 16: Fahrt von Hervey Bay nach Airlie Beach
Die längste Fahrt unserer Rundreise stand an, fast 10 Stunden von Hervey Bay nach Airlie Beach. Es ging also schon früh los und wir sind bis Rockhampton durchgefahren. In der „Steak-Hauptstadt“ sind wir dann ein bisschen durch die Straßen gelaufen – es ist ein ganz schönes Städtchen – und haben dort zu Mittag gegessen. Später haben wir in MacKay nur einen ganz kurzen Stopp eingelegt, um uns mal die Beine zu vertreten, sind dann aber schnell weiter nach Airlie Beach, um möglichst wenig im Dunkeln zu fahren, vor allem wegen der Kängurus. Die meiste Zeit sind wir durch Wälder gefahren und haben angestrengt nach Koalas gesucht, aber natürlich keine gesehen. Ansonsten war die Fahrt nicht sehr spannend, Australien ist ein riesiges Land mit sehr großen landwirtschaftlich genutzten Flächen, Tierweiden oder einfach nur Gras und Wald.
Auf dieser Strecke gibt es längere Zeit mal keine Tankstellen, also rechtzeitig tanken!
Tag 17: Whitsunday Islands
Von unserer Unterkunft aus hatten wir eine tolle Aussicht über Airlie Beach und das Meer, die wir beim Frühstück genossen haben. Danach ging es los zum Hafen, wo wir einen Liability Waiver unterschreiben mussten und dann aufs Boot in Richtung Whitsunday Islands steigen konnten. Wir sind zur Whitsunday Island gefahren und sind dort zuerst auf den Inlet Hill gelaufen. Es ging zwar ein Stück bergauf und der Weg war nicht befestigt, trotzdem waren die meisten Leute mit Flip Flops unterwegs. Die Aussicht von oben war unbeschreiblich schön: blauer Himmel, türkisfarbenes Wasser und der Whiteheaven Beach, wie im Bilderbuch! An diesen Ort pilgern natürlich viele Touristen, aber deshalb sollte man sich diesen Anblick nicht entgehen lassen. Wir sind dann bergab zum Whiteheaven Beach gelaufen, einem der angeblich weißesten und schönsten Strände der Welt – und dieser Bewertung stimmen wir absolut zu. Es ging ab ins klare Wasser und wir haben auch einen kleinen Riffhai gesehen. Zurück auf dem Boot gab es dann Essen und währenddessen sind Delfine vor uns aufgetaucht, so schön! Am Nachmittag hatten wir zwei Schnorchelstopps, aber bevor es ins Wasser ging, mussten wir Stingersuits als Schutz vor den gefährlichen Quallen anziehen. Beim ersten Schnorchelspot waren super viele Fische, beim zweiten verschiedenste Korallen, es war wirklich schön! Die Whitsunday Islands gehören zum Gebiet des Great Barrier Reef und wir hatten perfektes Wetter zum Schnorcheln. Der Ausflug zu den wunderschönen Inseln hätte nicht schöner sein können. Auch hier: ja, der Bootstrip war teuer, aber es war das Geld wert!
Whitsunday Islands Bootsausflug ab Airlie Beach: ca. 130 € (Stand Oktober 2017)
Nach dem tollen Tag sind wir am Abend noch in Airlie Beach über die Esplanade entlangspaziert.
Tag 18: Airlie Beach, Billabong Sacturary & Fahrt nach Townsville
Schon am Vortag hatten wir beim Frühstück Besuch von ein paar Kakadus, an diesem Tag waren es aber noch mehr. Sie waren einfach auf dem Balkongeländer gesessen und haben uns beim Essen zugeschaut.
Am Morgen haben wir unsere Unterkunft verlassen und sind zur Airlie Beach Lagoon gefahren, wo wir auch den Vormittag verbracht haben. Da das Baden im Meer aufgrund von Quallen oder Haien gefährlich sein kann, gibt es in vielen Städten solche schön angelegten öffentlich zugänglichen und kostenfreien Schwimmbäder. Als die Kokospalmen geerntet wurden, um Unfälle zu vermeiden, habe ich auch noch eine Kokosnuss geschenkt bekommen – wir haben wirklich nur super nette Australier getroffen.
Wir hatten auf unserer Rundreise nun schon öfter mal Kängurus gesehen, nicht nur in Jervis Bay, sondern auch bei einigen Fahrten aus der Ferne. Koalas haben wir aber einfach nicht zu Gesicht bekommen und deshalb haben wir uns dazu entschieden, auf dem Weg nach Townville einen Stopp beim Billabong Sanctuary einzulegen. Dort haben wir viele einheimische Tierarten gesehen: Wombats, Schlangen, Krokodile… und schläfrige Koalas. Außerdem konnte man Kängurus und Wallabys füttern.
Billabong Sanctuary: Eintritt 36 AUD (Stand September 2017)
In Townsville haben wir unsere Unterkunft bezogen und dann gegrillt – zum Nachtisch gab es dann meine leckere Kokosnuss.
Tag 19: Undara Volcanic National Park
Von Townsville haben wir nicht viel gesehen, da wir am nächsten Morgen direkt in den Undara Volcanic National Park gefahren sind. Dort haben wir unsere Zelte im Camp bezogen während eine Emu-Familie ihre Runden gedreht hat. Danach sind ein paar von uns am Pool geblieben während der Rest den Undara Bush Walk gelaufen ist. Auf der Wanderung hatten wir am Atkinsons Lookout ein tolles Panorama über den Nationalparks und haben später noch Kängurus ganz in der Nähe gesehen, es war eine super Route.
Am späten Nachmittag startete dann die Undara Night Tour. Wir hatten schon den ganzen Tag im Nationalpark kaum Menschen gesehen und bei der Tour waren wir tatsächlich auch die einzigen. Generell sind wir abgesehen von den allerbekanntesten Sehenswürdigkeiten (Twelfe Apostles, Whitsunday Islands, Three Sisters) sehr viel weniger Touristen begegnet als wir erwartet hätten, es war nirgends völlig überlaufen. Wir haben uns zumindest über unsere private Tour gefreut und sind mit dem Guide ein Stück durch den Park – vorbei an einigen Kängurus – bis zu einem Hügel gefahren. Dort gab es Sekt und Häppchen und einen wunderschönen Sonnenuntergang, schon zu dem Zeitpunkt war die Tour ein absolutes Highlight! Danach ging es aber noch zum eigentlichen Ausflugsziel, den Lavatunneln, in denen auch Fledermäuse leben. Wir sind im Dunkeln in den Tunnel gelaufen und haben das Rauschen der fliegenden Fledermäuse gehört. Als der Guide dann eine Taschenlampe angemacht hat, konnten wir ein paar an der Decke hängende Tiere sehen und unendlich viele sind um uns herumgeflogen. Beim Ausgang haben wir dann in den Bäumen auch noch eine Schlange gesehen, die dort den Fledermäusen aufgelauert hat. Es war wirklich ein tolles Erlebnis!
Undara Wildlife at Sunset Tour: 60 AUD (Stand Januar 2021)
Ursprünglich wollten wir auf unserer Rundreise auch ins Outback, da hätten wir aber woanders Abstriche machen müssen und es wäre sehr teuer gewesen. Der Undara National Volcanic Park betitelt sich selbst als „reachable outback“ und war für uns somit eine Art Notlösung, um doch noch ein bisschen Outback mit reinzupacken. Im Endeffekt war es für uns dann aber ein wirkliches Highlight, landschaftlich nochmal anders als das, was wir bisher gesehen hatten und einfach schön.
Die Lavatunnel im Undara Volcanic National Park dürfen nur bei geführten Touren betreten werden. Auf den ausgeschriebenen Wanderwegen kann man selbstständig laufen, es gibt eine Liste zum Ein- und Austragen vor und nach der Wanderung. (Stand November 2017)
Tag 20: Fahrt von Undara nach Cairns über Atherton Tablelands, Millaa Millaa Falls und Crystal Cascades
Am Morgen haben wir im Undara Camp gefrühstückt, wir hatten ein paar Sachen mitgebracht, da das Essen dort ziemlich teuer war. Danach begann unsere letzte längere Autofahrt, zuerst noch durch eine etwas karge steinige Gegend, dann durch die saftig grüne Landschaft der Atherton Tablelands bis zu den Millaa Millaa Falls. Auch diese Wasserfälle haben zwar eher wenig Wasser geführt, dennoch waren sie sehr schön und wir haben uns kurz im kleinen See davor abgekühlt. Anschließend sind wir bis zu den kurz vor Cairns gelegenen Crystal Cascades gefahren und dort in den tollen natürlichen Pools baden gegangen.
Am Abend haben wir in Cairns unsere letzte Unterkunft bezogen und sind dann in die Stadt gefahren, wo wir beim Night Market waren und die Esplanade entlangspaziert sind.
Tag 21: Great Barrier Reef
Wir sind früh zum Hafen gefahren, dort startete unsere Bootstour zum Great Barrier Reef. Es war ein bewölkter Tag und das Meer war ziemlich unruhig, leider keine perfekten Voraussetzungen, aber die Tour war ja gebucht. Es ging ungefähr 3 Stunden raus aufs offene Meer, dann konnten wir mit Stingersuits ins Wasser zum Schnorcheln. Wir haben wirklich schöne Korallen und ein paar Fische gesehen. Wer bunt leuchtende Korallen erwartet wie man sie von einigen Bildern kennt, wird enttäuscht – das sind bearbeitete Fotos und so sieht es in Realität einfach nicht aus. Es ist aber schon so, dass die Farben bei Sonnenschein etwas kräftiger sind als bei Wolken und Regen. Beim Schnorcheln an den Whitsunday Islands hatten wir deshalb einfach viel bessere Voraussetzungen und das Erlebnis war dort beeindruckender als auf dieser Great Barrier Reef-Tour. Es gab auf dem Katamaran Mittagessen und danach sind wir noch zu einem zweiten Schnorchelspot gefahren. Leider hat es dann auch noch angefangen zu regnen. Trotzdem sind wir ins Wasser gegangen und haben nochmal Korallen und einige Fische gesehen. Danach sind wir wieder zurück nach Cairns gefahren.
Ich muss zugeben, dass wir ein bisschen enttäuscht waren, weil wir super hohe Erwartungen hatten und nach der schon wirklich beeindruckenden Unterwasserwelt bei den Whitsunday Islands dachten, dass es bei diesem Ausflug noch besser wird – was es nicht war. Die Korallen waren bei beiden Ausflügen toll und bei den Whitsundays waren noch mehr Fische unterwegs, was nicht heißen soll, dass der Ausflug zum Great Barrier Reef ein Reinfall war, wir hatten einfach kein Glück mit dem Wetter, sonst wären beide Trips vermutlich auf gleichem Niveau gewesen. Dennoch würde ich im Nachhinein nur noch einen Schnorchelausflug machen und da bei den Whitsunday Islands eben auch die Inseln dabei sind, würde meine Wahl auf diesen fallen. Wie beide Gebiete zum Tauchen sind, kann ich nicht einschätzen.
Ausflug zum Great Barrier Reef ab Cairns: ca. 125 € (Stand Oktober 2017)
Am Abend waren wir wieder in Cairns und sind die Esplanade und die Straßen mit den schön beleuchteten Bäumen und Kunstwerken entlangspaziert. Zurück in unserer Unterkunft haben wir dann noch online Tickets für unseren Ausflug am nächsten Tag gekauft.
Tag 22: Kuranda National Park
Am Morgen sind wir zum Parkplatz des Skyrail Rainforest Cableway gefahren und von dort mit den Gondeln über die Baumwipfel des Regenwalds gefahren. An der Red Peak Station sind wir ausgestiegen und den kurzen ausgeschriebenen Rundweg gelaufen, man hatte eine tolle Aussicht über das Meer aus Bäumen. Dann sind wir mit dem Cableway weitergefahren bis zur Barron Falls Station, von wo man diese Wasserfälle sehr gut sehen konnte. Die letzte Gondelfahrt hat uns anschließend in den Ort Kuranda gebracht. Zuerst sind wir dort über die Coodo Street spaziert, wo es zahlreiche Souvenirläden gibt, in denen vor allem handgearbeitete Andenken und Schmuck angeboten werden. Außerdem gibt es in dem Touristendorf vier ausgeschriebene Wege, die wir dann abgelaufen sind: den Jumrum Walk und den Jungle Walk, auf denen man durch den Regenwald und über den Jumrum Creek läuft, super schön und ruhig, dann denn River Walk, bei dem man – wie der Name schon sagt – am Fluss, dem Barron River, entlanggeht und anschließend den Market Walk, der durch die Kuranda Markets führt, wo es neben Essenständen auch Souvenirgeschäfte gibt. Zum Schluss sind wir mit der Kuranda Scenic Railway, einer schönen historischen Eisenbahn, zuerst nochmal zu den Barron Falls und dann vorbei an anderen Wasserfällen und mit wundervollen Aussichten über den Regenwald zurück zum Bahnhof gefahren, von wo wir mit einem Bus zu unserem Auto an Skyrail Rainforest Cableway-Station gebracht wurden. Der Ausflug in das Dörfchen im Regenwald hat uns sehr gut gefallen, auch wenn es sehr touristisch ist, waren die Fahrten über bzw. durch den Dschungel super.
Skyrail Rainforest Cableway, Kuranda Scenic Railway & Bustransfer zurück zum Parkplatz: ca 70 € (Stand Oktober 2017)
Am letzten Abend in Cairns sind wir wieder ins Stadtzentrum gefahren, haben dort gegessen und waren dann eine in einem Park auf Sitzsäcken beim Public Viewing der Rugby-WM – das Spiel hat uns zwar nicht interessiert, aber die Atmosphäre war toll.
Tag 23: Cairns & Rückreise
Nachdem wir unsere Unterkunft in Cairns verlassen hatten, sind wir zur The Pier Mall gefahren, die allerdings nicht sehr belebt war. Also sind wir ins Stadtzentrum gefahren und zuerst nochmal am Tag die Esplanade entlangspaziert bevor wir den restlichen Tag an der Cairns Lagoon verbracht haben. Wie in Airlie Beach war auch dieses tolle Schwimmbad mit Sanitäranlagen öffentlich zugänglich und kostenlos. In der Lagoon sind ein paar Fisch-Statuen, die wegen der laufenden Rugby-WM Trikots anhatten.
Am späten Nachmittag sind wir dann zum Flughafen gefahren und erstmal nach Perth geflogen. Dort hatten wir ca. 7 Stunden Aufenthalt. Leider war es schon spät abends, aber wir sind trotzdem in die Stadt gefahren, um nicht so lange am Flughafen warten zu müssen. Irgendwie war in der Stadt aber schon nicht mehr so viel los (es war Samstagabend) und auch das Restaurant, in dem wir etwas getrunken haben, hat dann geschlossen. Wir sind also noch ein bisschen durch die Stadt und zur Riverside spaziert bevor es wieder zurück zum Flughafen und dann endgültig zurück nach Deutschland ging.
Tag 24: Rückreise
Am nächsten Tag sind wir mit vielen tollen Erinnerungen im Gepäck wieder in Frankfurt gelandet.
Fazit
Zuerst hatten wir sehr hohe Erwartungen an Australien, kurz bevor es losging hatte ich dann aber ein paar Zweifel und dachte, dass wir uns durch übermäßige Touristenmassen quetschen müssten und das Land dadurch seinen Zauber verlieren würde – damit lag ich völlig falsch! Abgesehen davon, dass wirklich nur an den absolut bekanntesten Sehenswürdigkeiten viele Touristen waren (dort auch in normalem Ausmaß) und wir an vielen anderen Orten quasi allein waren, hat uns Australien absolut überzeugt. Die Menschen, denen wir begegnet sind, waren so freundlich und hilfsbereit, die Städte sind wunderschön und die Landschaft und die Tierwelt sind unbeschreiblich toll. Was man nicht unterschätzen darf, ist die Größe des Landes, wir sind wirklich oft lang Auto gefahren, aber das war uns vorher klar und für uns war die Rundreise mit dem Mietwagen perfekt. Wir haben so viele tolle Orte gesehen und es war sicher nicht unsere letzte Reise in dieses abwechslungsreiche Land, es gibt noch so viel mehr zu entdecken!
Bewertung Reisetauglichkeit mit Baby oder Kind
Grundsätzlich eignet sich Australien gut für eine Reise mit Baby oder Kind: es gibt es gute Baby-Infrastruktur (Wickelräume, Hochstühle und Babybetten sind verbreitet), die medizinische Versorgung ist sehr gut und all die Dinge des täglichen Bedarfs bekommt man vor Ort in der Regel problemlos, sofern man nicht auf bestimmte Marken oder Produkte angewiesen ist.
Und nun kommt das große „aber“: die Zeitverschiebung zu Deutschland ist sehr groß, die Distanzen in dem Land sind wirklich riesig und eine Australien-Reise ist auch nicht gerade ein Schnäppchen. Deshalb ist unsere persönliche Meinung: mit Baby oder Kleinkind wäre Australien nicht unsere erste Wahl für eine Urlaubsreise, weil wir einfach in der kurzen Zeit möglichst viel sehen wollen würden, wodurch man viel Zeit im Auto verbringt und auch vor Ort einfach einen gewissen Plan hat. Wenn man sehr lange Zeit hat, z.B. für eine längere Elternzeit-Reise, könnten wir es uns aber gut vorstellen, beispielsweise auch mit einem längeren oder kürzeren Zwischenstopp in Asien auf der Hin- und Rückreise, um den Jetlag etwas abzuschwächen. Sobald das Kind etwas älter ist, längere Autofahren kein Problem (mehr) darstellen und man auch mal längere Sightseeing-Ausflüge oder kleine Wanderungen gemeinsam unternehmen kann, ist es sicherlich ein tolles Reiseziel als Familie.