Sächsische Schweiz & Böhmische Schweiz Reiseblog
April 2023
Zu unserer Hochzeit hatten wir ein Wochenende in der Sächsischen Schweiz geschenkt bekommen – und wollten zusammen mit einem anderen Reisegutschein haben wir daraus ein verlängertes Wochenende über die Osterfeiertage gemacht. Die tollen Felsformationen kannten wir schon von Bildern und haben uns richtig darauf gefreut, sie auch mal mit eigenen Augen zu sehen.
Inhalt
Route
Highlights
Fortbewegung
Sehenswürdigkeiten/Ausflüge
Reiseblog
Bewertung Reisetauglichkeit mit Baby oder Kind
Route
Tag 1: Anreise mit Schloss Moritzburg und Dresden
Tag 2: Sächsische Schweiz
Tag 3: Böhmische Schweiz
Tag 4: Abreise
Highlights
- Einen Spaziergang um das schöne Schloss Moritzburg machen
- In der Sächsischen Schweiz zur Bastei wandern
- In der Böhmischen Schweiz das Prebischtor bewundern
Fortbewegung
Wir waren mit dem eigenen Auto unterwegs und für diese Aktivitäten würden wir tatsächlich auch ein Auto empfehlen, damit kommt man sicherlich am schnellsten von A nach B.
Sehenswürdigkeiten/Ausflüge
Wir haben nichts gemacht, wofür man etwas hätte reservieren müssen und sind überall auf eigene Faust spontan hingefahren.
Reiseblog
Tag 1: Anreise mit Schloss Moritzburg und Dresden
Am Karfreitag sind wir am Morgen in Richtung Osten gefahren und obwohl es nicht direkt auf dem Weg lag, haben wir zuerst Moritzburg angesteuert, denn das Schloss wollte ich schon länger mal sehen und nun waren wir schon in der Gegend.
Das Schloss Moritzburg liegt auf einer kleinen Insel im Schlossteich, über eine Fußgängerbrücke gelangt man zum Schloss. Wir sind einmal außenherum spaziert und haben es von allen Seiten betrachtet, es ist wirklich super schön – am besten hat uns die Aussicht vom Teichufer gefallen. Nach dem kurzen Zwischenstopp sind wir weitergefahren.
In Dresden haben wir in unser Hotel eingecheckt und sind dann in die Altstadt gelaufen. Einen ausführlicheren Sightseeing-Trip hatten wir schon mal gemacht, nun sind wir nur etwas durch die Straßen geschlendert und haben uns die Highlights angesehen: wir waren auf den Brühlschen Terrassen, bei der Kathedrale Sanctissimae Trinitatis und bei der Semperoper. Außerdem haben wir den Zwinger, die Frauenkirche und den Fürstenzug gesehen – und dann noch mein Lieblingsgebäude in der Stadt: den Lipsius-Bau mit der Kuppel und dem goldenen Engel. Nach dem Spaziergang waren wir noch essen und sind dann zurückgelaufen.
Tag 2: Sächsische Schweiz
Am Morgen sind wir in Dresden in die Neustädter Markthalle gefahren und haben dort gefrühstückt. Danach ging es mit dem Auto in die Sächsische Schweiz, in den Kurort Rathen.
Fahrt Dresden – Rathen: ca. 40 km / 1h
Direkt am Parkplatz legt eine Fähre ab, mit der man zum Startpunkt der Wanderung gelangt.
Parken Rathen: Oberrathen am Bahnhof: 2,50 €/h (Stand November 2025)
Fährte Rathen: Hin- und Rückfahrt 3,00 € (Stand Januar 2026)
Auf der richtigen Elbseite angekommen sind wir erst noch ein kurzes Stück durch Rathen gelaufen und dann abgebogen, um zum Amselsee zu gelangen. Dort lagen einige Boote am Ufer, mit denen man über den See hätte fahren können, wir sind allerdings direkt weitergelaufen. Durch die Schwedenlöcher, ein enger Pfad durch die Felsen, ging es weiter. Der Ort war wirklich super schön, die Felsformationen im Wald waren beeindruckend – allerdings musste man sich die Ausblicke erarbeiten, indem man ganz schön viele Treppen steigt, das war auf jeden Fall der anstrengendste Teil der Wanderung. Nach einiger Zeit sind wir zur Pavillionaussicht gekommen, wo uns wieder ein toller Panoramablick über die Sächsische Schweiz erwartet hat. Über die ebenfalls beeindruckende Wehlsteinaussicht sind wir bis zum Ferdinandstein gelaufen, von wo man die Basteibrücke super sehen konnte – richtig schön! Die Brücke haben wir überquert und dabei schon wieder die Elbe erblickt. Danach ging es über den Wanderweg mit einigen Treppen wieder zurück ins Tal, wo wir mit der Fähre zurück zum Parkplatz gefahren sind. Insgesamt waren wir gute zwei Stunden unterwegs – und die Anstrengung hat sich gelohnt, die Ausblicke waren wirklich wunderschön.
Wanderung Bastei über Amselsee und Schwedenlöcher: ca. 2-2,5h, mittelschwer (viele Auf- und Abstiege)
Mit dem Auto sind wir dann zum Langenhennersdorfer Wasserfall gefahren. Dort gibt es einen kleinen kostenfreien Parkplatz, von dem man nach wenigen Schritten vor dem Wasserfall steht – auch der ist wirklich sehenswert. Ein paar Meter weiter befindet sich die Zwergenhöhle, durch die man über einige Felsenstufen gelangt – wenn man schon dort ist, kann man mal kurz reinschauen.
Fahrt Rathen – Langenhennersdorfer Wasserfall: ca. 15 km / 20 min
Parken Langenhennersdorfer Wasserfall: kostenfreie Parkbucht direkt davor
Anschließend ging es zurück nach Dresden, wo wir später in der Altstadt noch etwas zu Abend gegessen haben.
Tag 3: Böhmische Schweiz
Am Morgen haben wir aus unserem Hotel ausgecheckt und sind nach einem kurzen Stopp beim Bäcker weiter in den Osten gefahren, nach Hřensko in der Tschechischen Republik.
Fahrt Dresden – Hřensko: ca. 55 km / 1h 10min
Direkt an der Hauptstraße gab es einige Parkplätze, auf denen man in Euro bezahlen konnte. Da wir nicht allzu viel Zeit hatten, haben wir auch gleich den erstbesten Parkplatz genommen. Danach sind wir losgelaufen in Richtung Prebischtor. Zuerst führte der Weg noch ein Stück durch den Ort, dann eine Weile an der Straße entlang und anschließend durch einen „ehemaligen Wald“, der durch einen Brand komplett zerstört war. Der Weg war insgesamt eher trist – früher war er sicherlich mal schöner. Irgendwann ging es einen kurvigen Weg bergauf und nach ungefähr einer Stunde haben wir das Prebischtor/Pravčická brána erreicht, die größte natürliche Sandstein-Felsbrücke Europas, erspäht. Sie war wirklich schön, aber es war jetzt für uns kein Wow-Moment – nachdem ich vorher all die positiven Bewertungen über den Ort gelesen hatte, habe ich mich gefragt, ob wir schon etwas abgestumpft waren, auch weil wir auf Curaçao schon eine ähnliche Felsbrücke gesehen hatten. Vielleicht waren es aber auch die Umstände: das Wetter war etwas trüb, die Wanderung war aufgrund des Waldbrandes recht trist – und wir hatten etwas Zeitdruck, weil wir beim Parken vorab eine Zeitangabe machen mussten und nur für zwei Stunden bezahlt hatten. Nun ja, wir haben uns trotzdem kurz umgeschaut, allerdings sind wir nicht weitergegangen (man hätte auch noch Eintritt zahlen und somit näher herankommen können), sondern auf demselben Weg wieder zurückgelaufen. Alles in allem war der Ausflug etwas ernüchternd. Zurück am Auto – obwohl wir ein paar Minuten überzogen hatten, gab es keine Probleme – haben wir uns nun auf einen Wellness-Nachmittag in unserem nächsten Hotel gefreut, es ging weiter nach Marienberg.
Fahrt Hřensko – Marienberg: ca. 140 km / 2h 15min
Als wir am Hotel angekommen sind, wurde unsere Laune aber ziemlich schnell wieder schlechter. Wir hatten die Unterkunft mit einem Gutschein gebucht, den wir geschenkt bekommen hatten und der bald ausgelaufen wäre – es hat uns von Anfang an nicht ganz überzeugt, aber es war für diese Reise einigermaßen gut gelegen und ganz schlecht sah es im Internet auch nicht aus. Vor Ort haben wir uns aber einfach überhaupt nicht wohlgefühlt und der angepriesene Wellness-Bereich war eine einzelne Sauna, die man vorreservieren musste. Nun hätten wir doch lieber die längere – und vermutlich schönere Wanderung – zum Prebischtor gewählt und wären etwas später angekommen. Das war nun aber zu spät, also haben wir das Beste aus der Situation gemacht, sind noch zu einem kleinen Aussichtsturm in der Nähe gegangen und später noch gut zu Abend gegessen.
Tag 4: Abreise
Statt des eigentlich geplanten Vormittags im Wellness-Bereich und der anschließenden Heimreise sind wir nun direkt nach dem Frühstück zurück nach Hause gefahren.
Fazit
Dieser Ausflug hat super angefangen – und dann stark nachgelassen. Das Schloss Moritzburg, Dresden und die Sächsische Schweiz haben uns sehr gut gefallen – und ich glaube eigentlich nicht, dass die Böhmische Schweiz weniger sehenswert ist, wir hatten wohl einfach etwas Pech. Wir kommen bestimmt nochmal wieder und informieren uns dann auch vorher genauer über die Wanderwege und deren aktuellen Zustand. Der Reinfall beim Hotel war natürlich auch ziemlich ärgerlich, normalerweise hätten wir das auch nicht gebucht und sind froh, dass der Gutschein nun aufgebraucht ist. Alles in allem lässt es sich in der Region Sächsische/Böhmische Schweiz sicherlich gut auch ein paar Tage aushalten.
Bewertung Reisetauglichkeit mit Baby oder Kind
Grundsätzlich ist eine Reise in Deutschland gerade mit Baby oder Kind natürlich recht attraktiv, weil die Infrastruktur ähnlich ist wie zuhause und man sich auch gut verständigen kann. Dieser Ausflug wäre allerdings nicht unsere erste Wahl mit Baby oder Kleinkind, einfach weil die Wanderungen mit dem Kind in der Trage wohl doch ziemlich anstrengend werden und die Wege keinesfalls für Kinderwagen geeignet waren. Wenn das Kind selbst weitere Strecken läuft, hat es dort sicherlich mehr Spaß – genauso wie die Eltern. Dresden ist allerdings auch mit (Klein)Kind gut machbar, entweder einzeln oder auch in Kombination mit weiteren Orten in der Umgebung.