Westküste USA Reiseblog

März 2014

Wir haben beide Auslandspraktika in den USA gemacht und als diese zu Ende waren, wollten wir noch die Westkünde erkunden. Wir waren zu fünft mit dem Mietwagen unterwegs und sind von San Francisco bis Las Vegas gefahren.

Inhalt

Route

Highlights

Fortbewegung

Unterkunft

Verpflegung

Geld

Trinkgeld

Sprache

Sicherheit

Sehenswürdigkeiten/Ausflüge

Reiseblog

Bewertung Reisetauglichkeit mit Baby oder Kind

Route

Tag 1: Anreise

Tag 2-4: San Francisco

Tag 5: Highway No. 1

Tag 6-8: Los Angeles

Tag 9-10: San Diego

Tag 11: San Diego – 1000 Palms Oasis – Joshua Tree National Park – Las Vegas

Tag 12-14: Las Vegas mit Grand Canyon

Tag 15: Abreise

Highlights

  • Die berühmte Golden Gate Bridge und die außergewöhnliche Lombard Street in San Francisco besichtigen
  • Den wunderschönen 17 Miles Drive entlangfahren
  • In Los Angeles am weltbekannten Venice Beach spazieren
  • Einen Abend im belebten Gaslamp Quarter in San Diego verbringen
  • Die außergewöhnlichen Themenhotels auf dem Las Vegas Strip erkunden
  • Das atemberaubende Panorama im Grand Canyon Nationalpark genießen

Fortbewegung

San Francisco kann man zu Fuß und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erkunden.

In Los Angeles kommt man in der Innenstadt mit Bussen voran, außerhalb ist ein Mietwagen schon praktisch.

In San Diego kann man die Innenstadt auch gut zu Fuß ablaufen.

Der Las Vegas Strip ist ebenfalls gut zu Fuß zu erkunden, sofern man dort in der Nähe untergebracht ist.

Zwischen den Städten fahren zwar Fernbusse, aber wir würden für eine Westküsten-Tour auf jeden Fall einen Mietwagen empfehlen. Es gibt einige Mautstraßen, die automatisch vom Mietwagen erfasst wurden, die Gebühren wurden anschließend abgebucht.

Unterkünfte

In San Francisco waren wir im Holiday Inn Civic Center San Francisco, ein sehr gutes Hotel, nicht direkt im Zentrum, aber gut angebunden.

In Los Angeles waren wir im Hilton Los Angeles Airport untergebracht. Da wir einen Mietwagen hatten, war die Lage für uns gut. Das Hotel an sich war auch super.

In Las Vegas haben wir in den Luxury Suites International at The Signature gewohnt. Das Hotel hat einen direkten Zugang zum MGM Grand und man ist in wenigen Gehminuten direkt auf dem Las Vegas Strip. Die Zimmer waren riesig und wirklich schön eingerichtet, der Pool war auch super.

Verpflegung

In den USA gibt es für jedes Budget das richtige Essensangebot. Man findet an jeder Ecke ein Fast Food-Restaurant, es mangelt aber auch nicht an Mittelklasse- oder gehobenen Restaurants. Häufig gibt es bei Getränken free refills.

Geld

In den USA bezahlt man mit US-Dollar, 1 EUR entspricht ca. 1,20 USD (Stand Dezember 2020).

ATMs sind überall zu finden. Man kann aber auch problemlos mit Kreditkarten bezahlen.

Trinkgeld

Ein Trinkgeld in Höhe von 15-20% wird in den USA in Restaurants und von Taxifahrern erwartet. Bei einigen Restaurants wird Trinkgeld bereits auf der Rechnung angegeben. In Fast Food-Restaurants ist Trinkgeld nicht üblich.

Sprache

In den USA wird Englisch gesprochen.

Sicherheit

Wir haben uns nicht unsicher gefühlt, uns allerdings auch hauptsächlich an belebten Orten aufgehalten. Immer aktuelle Informationen zur Sicherheitslage gibt es auch auf der Homepage des Auswärtigen Amtes.

Sehenswürdigkeiten/Ausflüge

In San Francisco hatten wir eine Hop on Hop off-Bustour gebucht, bei der es einige Inklusivleistungen gab. Das war super, weil wir so schnell einen Überblick über die Stadt bekommen haben und an den Orten, die uns interessiert haben, aussteigen konnten.

In Los Angeles hatten wir die Go Los Angeles-Card. Wenn man viele Attraktionen besuchen möchte, kann man damit Geld sparen. Ich würde im Nachhinein sagen, dass wir vieles nur gemacht haben, weil es inklusive war und würde die Zeit in Los Angeles nicht nochmal so verbringen.

Die Grand Canyon-Tour haben wir direkt in Las Vegas gebucht.

Reiseblog

Tag 1: Anreise

Nachmittags haben wir uns alle in San Francisco am Flughafen getroffen, haben dort unseren Mietwagen abgeholt und sind ins Hotel gefahren.

Tag 2: San Francisco

Von unserem Hotel sind wir mit dem Trolley zum Fisherman’s Wharf gefahren.

Trolley einfache Fahrt: 2 USD (Stand April 2014)

Dort haben wir uns aber gar nicht länger aufgehalten, sondern sind direkt mit der Hop on Hop off-Bustour gestartet. Das erste Mal ausgestiegen sind wir in Chinatown, wo wir vorbei an asiatischen Läden und Restaurants durch die Straßen gelaufen sind. Zurück im Bus ging’s vorbei an der Transamerica Pyramid und der wunderschönen City Hall bis zum Alamo Square. Dort sind wir nochmal ausgestiegen, um uns die Painted Ladies, die bunten viktorianischen Häuser, anzuschauen. Von Alamo Square hat man auch eine ganz gute Aussicht über die Stadt. Als nächstes sind wir bis Haight-Ashbury, einem ehemaligen Hippie-Viertel, gefahren und dort dann entlang der schönen bunten Häuser bis zum Golden Gate Park gelaufen. Nachdem wir durch den schönen Park spaziert sind, ging es mit dem Bus zur Golden Gate Bridge, dem Highlight in San Francisco. Wir hatten wirklich Glück und perfekte Sicht, häufig versinkt die bekannte Brücke nämlich zwischen den Wolken. Mit dem Bus sind wir über die Brücke gefahren (tolle Aussicht auf die Stadt) und dann weiter zur Lombard Street, wo wir nochmal ausgestiegen sind, um zu beobachten, wie Autos die Zick-Zack-Straße runterfahren. Dann ging es zurück zum Fisherman’s Wharf und von dort zu Fuß zum Pier 33, wo die Fähre nach Alcatraz losgefahren ist. Auf der berühmten Gefängnisinsel erfährt man einiges über ihre Vergangenheit und kann auch die Zellen besichtigen. Von der Insel aus hat man übrigens auch einen tollen Blick auf San Franciscos Skyline. Auf der Fährfahrt sieht man auch insbesondere den Coit Tower super. Zurück auf dem Festland waren wir dann noch am Pier 39, haben die Seelöwen beobachtet und sind dann noch zum Ghiradelli gelaufen – Insider-Tipp des Guides bei der Busfahrt, dort bekommt man beim Reingehen nämlich kostenlos Schokolade. Wir haben noch zu Abend gegessen und dann ging auch schon die Nachttour los. Wir hatten etwas unterschätzt, wie kalt es im April abends in San Francisco wird und somit fürchterlich gefroren, aber die Nachttour war super, beleuchtet sieht die sowieso schon sehr schöne Stadt nochmal beeindruckender aus!

Hop on Hop off-Bustour 2 Tage inkl. Alcatraz und Nachttour: 99 USD (Stand April 2014)

San Francisco Skyline

Tag 3: San Francisco

Frühs ging es wieder vom Fisherman’s Wharf mit der Hop on Hop off-Bustour los. Dieses Mal sind wir an der Golden Gate Bridge für einen ausführlichen Fotostopp ausgestiegen und dann über die Brücke nach Sausalito gefahren. In der schönen Küstenstadt sind wir durch die Straßen geschlendert und haben die süßen Häuschen und Geschäfte bewundert. Von hier hatte man auch wieder eine gute Aussicht auf San Francisco. Leider war das Wetter wirklich schlecht und irgendwann hat es angefangen zu regnen. Wir sind dann mit dem Hop on Hop off-Bus zurück nach San Francisco gefahren und dort ins Ripley’s Believe it or not! gegangen. Der Eintritt war im Busticket inklusive und aufgrund des Regens war es eine ganz gute Option – extra dafür nach San Francisco gehen würde ich allerdings nicht. Dasselbe gilt für die 7D Experience am Pier 39, die auch im Ticket enthalten war und eine gute Beschäftigung bei Regen dargestellt hat.

Tag 4: San Francisco

An unserem letzten Tag in San Francisco sind wir vormittags Cable Car über die hügeligen Straßen gefahren – ein absolutes Muss!

Leider hat es dann den restlichen Tag wieder geregnet, weshalb wir nur noch ein bisschen shoppen waren. Zum Glück hatten wir am ersten Tag schon so viel von der Stadt gesehen!

Tag 5: Highway No. 1

Es ging früh los, wir hatten eine lange Fahrt auf dem Highway No. 1 vor uns. Entlang der Panoramastraße gibt es immer wieder Parkbuchten, in denen man einen Fotostopp einbauen kann. Das ist bei der wunderschönen Landschaft auch nötig. Das Highlight auf dem Weg von San Francisco nach Los Angeles ist der 17 Miles Drive, eine kostenpflichtige Straße direkt an der Küste. Dort sieht man u.a. den Bird Rock, den Seal Rock und die Lonely Cypress. Wir hatten strahlend blauen Himmel, was natürlich den Blick auf die Küste und das Meer noch schöner gemacht hat.

17 Miles Drive: 10 USD pro Fahrzeug (Stand April 2014)

Weiter ging es dann ins süße Küstenörtchen Carmel by the Sea, wo wir die wunderschönen Häuser und den Strand betrachtet haben. Wir haben auf der Fahrt immer mal an den Parkbuchten angehalten, so auch bei der Bixby Bridge und der See-Elefanten-Kolonie.

In Santa Barbara haben wir dann nochmal einen größeren Stopp gemacht und sind durch Downtown und zum Stearns Wharf gelaufen, wirklich eine schöne Stadt! Von dort ging es nach Los Angeles in unser nächstes Hotel.

Der ganze Tag mit der Fahrt an der wunderschönen Küstenstraße war ein Traum!

Highway No. 1
Roadtrip USA
Highway No. 1

Tag 6: Los Angeles

An unserem ersten Tag in Los Angeles haben wir die Universal Studios besucht. Dort haben wir einen Einblick in die Filmproduktion bekommen, Stuntshows und bekanntes Filmsets gesehen und waren in den Fahrgeschäften. Der Park ist auf jeden Fall empfehlenswert!

Go Los Angeles-Pass für 3 Tage: 274 USD (Stand Dezember 2020), dort sind die Universal Studios inklusive

Abends waren wir noch zu einem Basketballspiel der LA Clippers gegen Dallas Mavericks im Staples Center. Die Stimmung bei Sportveranstaltungen in den USA war jedes Mal als wir dort waren der Hammer, das sollte man auf jeden Fall mal miterlebt haben.

Tag 7: Los Angeles

Wir sind früh zum Santa Monica Pier gefahren und haben uns dort kurz umgeschaut. Dann wurden wir zu einer Movie Stars Tour  abgeholt, bei der wir durch Malibu gefahren sind und Promi-Anwesen gezeigt bekommen haben. Der Guide war super und dadurch war die Tour auch ganz gut, aber im Endeffekt sieht man sowieso nur die Einfahrten.

Movie Stars Tour: im Go Los Angeles-Pass inklusive (Stand April 2014)

Nach der Tour sind wir mit dem Bus zum Venice Beach gefahren, das war unser LA-Highlight. Zwischen den Palmen gibt es kleine Stände, Straßenmusiker spielen und Künstler zeigen ihr Können. Am Muscle Beach werden Körper gestählt. Wir sind die Strandpromenade mit dem entspannten Flair entlangspaziert und haben dort etwas gegessen.

Dann sind wir mit dem Bus zum Rodeo Drive gefahren, wo wir mal zwischen Sportwägen und teuren Geschäften die Shoppingmeile der Schönen und Reichen bewundert haben.

Anschließend ging es mit dem Bus zurück zum Santa Monica Pier und dort in den Pacific Park. Das ist nun wirklich nicht der modernste Vergnügungspark, aber dort herrscht so ein tolles Flair und es war toll, quasi über dem Meer Riesenrad zu fahren. Das sollte man sich in Los Angeles nicht entgehen lassen.

Pacific Park at Santa Monica Pier: im Go Los Angeles-Pass inklusive (Stand April 2014)

Tag 8: Los Angeles

Unseren letzten Tag in Los Angeles haben wir mit einer Warner Brothers Studio-Tour begonnen. Während die Universal-Studios eher ein Freizeitpark mit Hauptaugenmerk auf Filme sind, gibt es in den Warner Brothers Studios keine Fahrgeschäfte. Hier sieht man Fernsehstudios, Drehorte und Requisiten. Insgesamt war die Tour sehr informativ und toll gemacht.

Danach sind wir nach Downtown gefahren und haben eine Walking Tour gemacht, wo wir unter anderem die berühmten Sterne auf dem Walk of Fame, das Dolby Theatre, wo die Oscar-Preisverleihungen stattfinden, und das Chinese Theatre mit den Hand- und Fußabdrücken von Hollywood-Stars, besucht haben. Uns hat das Hollywood and Highland Center sehr gut gefallen und generell fanden wir Los Angeles Downtown sehr viel schöner als erwartet.

Am Nachmittag ging’s noch zum Hollywood Sign für den obligatorischen Fotostopp und danach sind wir mit dem Mietwagen durch die Villenviertel Bel Air und Beverly Hills gefahren.

Tag 9: San Diego

Nach dem Frühstück ging es mit dem Mietwagen nach San Diego. Die Fahrt hat nur gute zwei Stunden gedauert und somit hatten wir noch Zeit, San Diego zu erkunden. Angefangen haben wir im Balboa Park, dem super schönen Stadtpark mit Springbrunnen, Statuen und Museen.

Danach sind wir über die riesige Coronado Bridge in die gleichnamige Stadt gefahren und dort ein bisschen rumspaziert. Coronado ist ein wirklich schönes Städtchen und man hat von dort auch eine tolle Aussicht auf die Skyline von San Diego. Außerdem gibt es dort einen schönen großen Strand, den wir dann auch ein Stück entlanggelaufen sind.

Zurück in San Diego sind wir zum Seaport Village, einem total schön angelegten Outdoor-Shopping-Zentrum mit zahlreichen Restaurants gefahren, super schön dort! Zum Essen sind wir dann allerdings ins Gaslamp Quarter, das bekannte Ausgehviertel, gelaufen. Das darf bei einem Besuch in San Diego nicht fehlen!

Tag 10: San Diego

Wir haben den ganzen Tag im Sea World verbracht. Der Park ist eine Mischung aus Aquarium und Freizeitpark. Es gibt sehr viele Tiershows, einen Unterwassertunnel, aber auch zahlreiche Fahrgeschäfte. Der Park ist sehr schön angelegt.

SeaWorld 1-Tages-Ticket: 94 USD (Stand Dezember 2020) – Kombi-Tickets sind auf der Homepage verfügbar, Parkgebühren über 20 USD (Stand Dezember 2020)

Anmerkung Stand Dezember 2020: Sea World steht seit Langem vor allem für die Orca-Shows in der Kritik und hat darauf reagiert, indem die Shows umgestaltet wurden. Siehe zu diesem Thema auch den Blog-Artikel „Begegnungen mit Tieren“.

Tag 11: San Diego – Las Vegas

Wir hatten eine lange Fahrt vor uns, also ging es früh los. Der erste Stopp war die 1000 Palms Oasis. Als wir die Autotüren geöffnet haben, ist uns eine unheimliche Hitze entgegengekommen, wirklich krass! Das Landschaftsschutzgebiet mit den unzähligen Palmen ist es aber wert, trotzdem auszusteigen. Man kann über einen Steg zwischen den naturbelassenen Bäumen durchlaufen, wirklich schön.

Auch beim zweiten Stopp, dem Joshua Tree National Park, wurde es nicht viel kühler. Wir sind zuerst zum Visitor Center gefahren und haben uns eine Parkkarte geholt und auch Tipps für eine Route bekommen. Circa zwei Stunden sind wir durch die schroffe Wüstenlandschaft mit den stacheligen Joshua Trees, die dem Park seinen Namen geben, gelaufen. Es war richtig schön und ich würde den Park auf jeden Fall empfehlen.

Joshua Tree National Park: Eintritt pro Fahrzeug 30 USD (Stand Dezember 2020)

Wir sind dann durch die Mojave-Wüste gefahren und es war wirklich wie im Film: kein Mensch weit und breit, Steppenläufer rollen über die karge Landschaft – und es gibt sehr lange keine Tankstellen, also vorher unbedingt genug tanken!

Nach der stundenlangen Fahrt durch das Nichts taucht irgendwann das beleuchtete Las Vegas auf und man ist in einer völlig anderen Welt. Nach dem Einchecken sind wir erstmal den Las Vegas Strip entlanggelaufen und konnten uns gar nicht sattsehen, jedes der Themenhotels ist beeindruckend.

Joshua Tree National Park
Bellagio
Grand Canyon National Park

Tag 12: Las Vegas

Wir sind erstmal den ganzen Strip entlanggelaufen bis zum Las Vegas Sign, wo wir selbst vormittags schon für ein Foto anstehen mussten. Dann ging es wieder zurück durch einige Themenhotels: vorbei am Mandalay Bay in die Hotel-Pyramide Luxor, vor der die Sphinx wacht, vorbei am Märchenschloss Excalibur und durch New York New York mit der Achterbahn. Es ist wirklich verrückt, was dort alles gebaut wurde!

Den Nachmittag haben wir im Hotel-Pool verbracht bevor am Abend noch ein wirkliches Highlight kam. Ich hatte einen Helikopterflug über Las Vegas zum Geburtstag geschenkt bekommen! Wir wurden vom Hotel abgeholt, haben am Flugplatz eine Sicherheitseinweisung erhalten und dann ging es los. Schon das Helikopterfliegen an sich war ein Erlebnis und dann noch die bunt beleuchtete Stadt unter uns zu sehen war richtig cool! Man konnte den Strip mit den ganzen Themenhotels und den Stratosphere Tower erkennen, es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Tag 13: Grand Canyon

Wir hatten einen Busausflug zum Grand Canyon gebucht und es ging ziemlich früh los. Nach einer Dreiviertelstunde haben wir einen kurzen Fotostopp beim Hoover Dam gemacht, dann sind wir noch ein paar Stunden bis zum Grand Canyon Nationalpark gefahren. Dort angekommen konnten wir auf eigene Faust den Canyon erkunden. Es gibt viele Wanderwege und die Aussicht ist überall soo schön! Man sieht die unzähligen Gesteinsschichten und ganz unten fließt der Colorado River. Wir konnten uns wirklich gar nicht sattsehen, das Panorama ist einfach ein Traum! Am späten Nachmittag ging es mit dem Bus wieder zurück.

Busausflug zum Grand Canyon: 95 USD (Stand April 2014)

Dort sind wir dann ins Casino gegangen, wir waren ja schließlich in Las Vegas!

Sparbrenner-Tipp: man kann auch nur 5 USD setzen, es geht ja um das Erlebnis. Und ja, ich habe so immerhin 20 USD gewonnen 🙂

Tag 14: Las Vegas

Schon war der letzte Urlaubstag gekommen und wir wollten noch die andere Seite des Strips anschauen, also sind wir erstmal durchs MGM Grand, vorbei am Planet Hollywood nach Paris zum Eiffelturm gelaufen. Dort haben wir ein leckeres Eis gegessen und sind vorbei am Las Vegas High Roller bis zum Venetian gelaufen. Dort fühlt man sich tatsächlich wie in Venedig: der blaue Himmel, die Häuschen und die Gondeln auf dem Kanal lassen richtiges Italien-Flair aufkommen. Auf dem Rückweg ging es vorbei am Caesar’s Palace und durch das Cosmopolitan mit den riesigen High Heels. Dann haben wir noch ein paar Stunden am Hotelpool verbracht und abends haben wir uns ein letztes Mal auf den Weg zum Strip gemacht, sind nochmal an den Tänzerinnen im Feder-Outfit vor dem Flamingo und der Statue von Siegfried und Roy vorbeilaufen, haben nochmal die Vulkanshow vor dem Mirage angeschaut und natürlich nochmal die Bellagio Fountains bewundert. Las Vegas ist einfach eine riesige Show!

Tag 15: Abreise

Den Mietwagen hatten unsere Freunde schon nach unserer Ankunft in Las Vegas abgegeben und da wir mitten in der Nacht zum Flughafen mussten, sind wir Taxi gefahren. Dann ging es nach einem halben Jahr USA für uns zurück nach Deutschland.

Fazit

Hier an der Westküste haben wir gesehen, wie abwechslungsreich die USA sind: riesige Metropolen, kleine Städtchen, tolle Küstenabschnitte, Wüste, Nationalparks – es ist für jeden etwas dabei! San Francisco hat uns sehr gut gefallen, wir sind mit hohen Erwartungen gekommen und die wurden auch bestätigt. Der Highway No. 1 mit der wunderschönen Küstenlandschaft war ein absolutes Highlight. Das, was wir von Los Angeles gesehen haben, hat uns positiv überrascht, aber im Nachhinein würde ich nicht so viel Zeit in Themenparks verbringen. San Diego hat uns absolut überzeugt, es ist wirklich eine tolle Stadt mit super Flair. Die Nationalparks waren auch super und sind absolut zu empfehlen. Mit Las Vegas konnte ich vorher eigentlich gar nichts anfangen und fand es dann richtig cool – es ist einfach eine verrückte Traumwelt, die man mal gesehen haben muss!

Anmerkung 2025: Mit etwas mehr Abstand und Rundreise-Erfahrung würden wir die Reise nicht nochmal so machen. Im Nachhinein würden wir in San Francisco und Las Vegas nur je 2 Tage verbringen, das reicht für die Highlights. In Los Angeles würde ich einen Park weglassen und dafür einen ganzen Tag für die Stadt einplanen. Sea World würde ich vermutlich auch streichen und nur einen Tag in San Diego verbringen. Dafür würden wir den Grand Canyon ausführlicher erkunden und mehr Nationalparks (z.B. Antilope Canyon und Yosemite Nationalpark) einbauen.

Bewertung Reisetauglichkeit mit Baby oder Kind

Wenn man mit Baby oder Kind eine Rundreise machen möchte, halte ich die Westküste der USA grundsätzlich schon für geeignet, allerdings mit ein paar Anpassungen zu unserer Route:

  • Der Start in San Francisco ist aus unserer Sicht eine gute Idee, Cable Car fahren oder eine Hop on Hop off-Bustour macht Kindern bestimmt auch Spaß, beim Baby kommt es wohl etwas auf das Alter und Temperament an, wie lange die Stadterkundung dauern kann. Wenn man zwei bis vier Tage in San Francisco einplant, hat man genug Zeit, die wichtigsten Orte der Stadt entspannt im eigenen Tempo zu erkunden, zum Beispiel die Golden Gate Bridge, die Lombard Street und den Fisherman’s Wharf.
  • Die Fahrt über den Highway No. 1 ist mit Baby oder Kind auch gut machbar, allerdings würden wir hier 1-2 Stopps einbauen (mindestens einen würden wir auch ohne Kind beim nächsten Mal machen, dass man mehr Zeit hat, die schöne Landschaft zu erkunden). Die Fahrstrecke mit den Parkbuchten eignet sich gut für kürzere Pausen und beispielsweise in Carmel lässt es sich sicherlich gut für 1-2 Nächte aushalten.
  • Los Angeles lässt sich auch gut mit Baby oder Kind erkunden, hier kann man auch ein Hotel mit Pool buchen und den halben Tag dort verbringen, um anschließend noch etwas Sightseeing zu machen. Ein Spaziergang am Venice Beach oder in Downtown wäre eine gute Möglichkeit, die Stadt zu erkunden. Die Freizeitparks sind für etwas ältere Kinder bestimmt ein Highlight, mit kleinem Baby wäre es uns persönlich den Eintrittspreis nicht wert.
  • In San Diego würden wir auch ein Hotel mit Pool suchen und einen Pool-Sightseeing-Mix vorschlagen, hier wäre ein Spaziergang durch den Balboa Park und durch Seaport Village sowie das Gaslamp Quarter ein guter Plan.
  • Grundsätzlich kann man mit Baby oder Kind natürlich auch nach Las Vegas, aber das wäre nun nicht unsere erste Wahl. Die Hotels könnte man tagsüber anschauen, aber vermutlich würde man mit den Kleinen nicht im Casino zocken oder eine Show besuchen und das ist ja irgendwie der Hauptgrund, um dorthin zu fahren und unserer Meinung nach auch das, was der Stadt sein Flair verleiht. Stattdessen könnte man noch Nationalparks besuchen, beispielsweise den Grand Canyon oder auch den Sequoia oder Yosemite National Park. In der Mojave Desert und beim Joshua Tree National Park war es im April schon sehr heiß, also könnte das mit Baby oder Kleinkind nicht unbedingt empfehlenswert sein.

Die USA sind aus unserer Sicht ein tolles Reiseziel mit Baby oder Kind, einfach weil die Infrastruktur super ist, die medizinische Versorgung und auch die Verfügbarkeit von Babyzubehör ist vergleichbar mit Deutschland und es bietet für jeden Geschmack viele Möglichkeiten, vom Nationalpark bis zur Metropole. Hier lässt sich auf jeden Fall eine Route zusammenstellen, die den eigenen Vorlieben entspricht und auch auf einer „entspannteren Rundreise“ mit weniger Stopps lässt sich einiges erleben.

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