Yucatán, Mexiko Reiseblog
März 2021
Mexiko stand schon länger weit oben auf unserer Travel to-Liste, erst recht nachdem wir bei unserer Karibik-Kreuzfahrt einen ersten Eindruck von dem Land bekommen haben – irgendwie hatte es sich aber nie ergeben, dass wir tatsächlich dorthin reisen. Aufgrund von Corona-Einschränkungen waren nun allerdings viele Länder nicht (so einfach) zu bereisen – Mexiko schon. Da das Land wirklich riesig ist, wollten wir eigentlich mal für eine längere Reise nach Mexiko fliegen, haben uns dann aber kurzfristig dazu entschieden, jetzt mal mit Yucatán anzufangen.
Inhalt
- Route
- Highlights
- Fortbewegung
- Unterkunft
- Verpflegung
- Geld
- Trinkgeld
- Sprache
- Sicherheit/Corona
- Sehenswürdigkeiten/Ausflüge
- Reiseblog
- Bewertung Reisetauglichkeit mit Baby oder Kind
Route
Tag 1: Anreise
Tag 2: Valladolid
Tag 3: Valladolid – Chichén Itzá – Mérida
Tag 4: Mérida – Tulum
Tag 5-8: Tulum
Tag 9: Tulum – Playa del Carmen
Tag 10+11: Playa del Carmen
Tag 12: Abreise
Highlights
- Sich in einer der zahlreichen schönen Cenotes erfrischen
- Das moderne Weltwunder Chichén Itzá und die Maya-Tempel in Tulum bewundern
- Die schönen Innenstädte von Valladolid und Mérida erkunden
- Die wunderschöne Natur des Reserva de la Biosfera Sian Ka’an genießen
- Sich im traumhaften karibischen Meer abkühlen
Fortbewegung
Wir waren mit dem Mietwagen unterwegs, was wir für Rundreisen meistens am einfachsten finden, weil man so sehr flexibel ist. Es gibt Mautstraßen, die bar bezahlt werden müssen und eigentlich sehr gut sind, wir hatten allerdings super viele Baustellen. Außerdem gibt es häufig Speed Bumps. Wir haben gelesen, dass man regelmäßig von der Polizei angehalten wird o.ä., uns ist das nicht passiert, die Polizei war aber generell sehr präsent.
Als Alternative zum Mietwagen gibt es auch Fernbusse, die – zumindest von außen – sehr gut aussahen.
In den Städten sind wir weitere Strecken auch mit dem Auto gefahren (eher aus Sicherheitsgründen), die Stadtzentren konnte man gut zu Fuß erkunden.
In Tulum fährt eigentlich jeder Fahrrad, das ist vor allem praktisch, wenn man in Tulum Pueblo wohnt und zum Strand möchte.
Unterkunft
Wir hatten insgesamt vier Hotels, jeweils mit Frühstück. In Playa del Carmen gab es ein Buffet, in den anderen Hotels war das Frühstück nicht so reichlich wie man es aus anderen Ländern kennt.
- Valladolid – El Zagúan Colonial: schöner Innenhof, wo auch das leckere Frühstück serviert wurde, Pool und Zimmer sind OK, Parkplätze sind vorhanden
- Mérida – CityExpress Plus: schöne, moderne Zimmer; toller Dachterrassen-Pool; Frühstück bestand aus Müsli, Saft, Obst und Muffins einzeln in Plastik verpackt (vielleicht ist das in Nicht-Corona-Zeiten anders), kostenfreie Tiefgarage für Hotel-Gäste
- Tulum – Na’ala: ganz neu eröffnetes Hotel; toller Garten; schöne, moderne Zimmer, nur etwas spärlich möbliert (vielleicht kommt noch etwas dazu); tolle Dachterrasse mit Pool, Hängematten, Sitzsäcken und Cabanas; kostenfreie Tiefgarage für Hotel-Gäste; Fahrrad-Verleih (kostenpflichtig); leckeres Frühstück, wobei die Zubereitung sehr lange gedauert hat
- Playa del Carmen – Magic Blue Spa Boutique Hotel: super schönes Hotel mit tollem Spa-Bereich; schöne Zimmer; schöner Garten/Pool-Bereich; tolles Frühstück (Buffet)
Verpflegung
Es gibt viele tolle mexikanische Restaurants, insbesondere in Tulum und Playa del Carmen auch viele internationale. Das Preisniveau ist grundsätzlich niedriger als in Deutschland, insbesondere in der Tulum Zona Hotelera gibt es allerdings auch viele Luxus-Restaurants. Alternativ findet man häufig Street Food-Stände. Vor dem Essen bekommt man meistens Nachos und verschiedene Salsas serviert.
Geld
In Mexiko zahlt man mit Mexikanischen Pesos, wobei ein 1 EUR ca. 24 MXN entspricht (Stand März 2021). Vor allem in Tulum und Playa del Carmen wurden häufig auch US-Dollar als Zahlungsmittel akzeptiert, die Umrechnungskurse waren allerdings sehr unvorteilhaft.
ATMs gibt es in den Innenstädten und teilweise an größeren Tankstellen. Kreditkarten-Zahlung ist in Restaurants meist möglich, bei Touristen-Attraktionen und Tankstellen teilweise.
Trinkgeld
Generell sind ca. 10% Trinkgeld üblich, wobei vor allem in Tulum und Playa del Carmen auf den Rechnungen häufig auch Vorschläge für Trinkgeld gegeben werden, die eher höher sind.
Sprache
Neben Spanisch sind in Mexiko auch zahlreiche indigene Sprachen als Nationalsprachen anerkannt. Wir sind auf einige Leute getroffen, die perfekt Englisch gesprochen haben, andere haben sich damit sehr schwer getan. Ein paar Worte Spanisch zu sprechen, hilft auf jeden Fall.
Sicherheit/Corona
Bevor wir nach Mexiko gereist sind, haben wir einige Horrorgeschichten gehört und natürlich hatten wir die auch im Hinterkopf. Wie immer waren wir sehr vorsichtig, haben möglichst wenige Wertsachen mitgenommen und haben auch nicht offensichtlich damit herumhantiert (außer mit Kamera und Smartphone zum Fotografieren). Außerdem hatten wir Bargeld in kleinen Scheinen parat. Wir kamen allerdings kein einziges Mal in eine prekäre Lage und haben uns nicht unsicher gefühlt, im Reiseblog schreiben wir allerdings noch über einige Situationen. Aktuelle Informationen zur Sicherheitslage gibt es auch auf der Homepage des Auswärtigen Amtes.
Wir konnten im März 2021 ohne negativen Corona-Test nach Mexiko einreisen. In Mexiko wurde sehr häufig bei Hotels, Restaurants und Geschäften Fieber gemessen, überall musste man Hände und teilweise Schuhe desinfizieren, manchmal wurde auch unser Gepäck beim Einchecken desinfiziert. Überall (abgesehen von Strand und Pool sowie in Restaurants am Tisch) wurden Masken getragen. Man konnte überall gut Abstand halten. In Tulum und Playa del Carmen gab es zahlreiche Testzentren, wir sind ohne Termin sofort drangekommen und hatten innerhalb von 24h unser Testergebnis.
Sehenswürdigkeiten/Ausflüge
Wir haben nichts vorab gebucht, allerdings waren wir auch zu Corona-Zeiten in Mexiko, ansonsten würden wir zumindest für Chichén Itzá empfehlen, vorab Tickets zu kaufen.
Reiseblog
Tag 1: Anreise
Normalerweise legen wir ja nicht viel Wert auf Direktflüge, während der Pandemie finden wir das aber einfacher, weil man nicht noch auf die Einreisebestimmungen der Länden, in denen man Zwischenstopps hat, achten muss. Somit sind wir von Frankfurt direkt nach Cancún geflogen und dort am späten Nachmittag gelandet. Wir wollten gleich am Flughafen Geld abheben, weil wir für die Maut nach Valladolid Bargeld gebraucht haben, es waren aber nirgends ATMs zu finden, also wollten wir erstmal unseren Mietwagen abholen. Wir hatten ihn vorab in Deutschland gebucht und als wir den Mietwagen-Schalter angesteuert haben, hat die Dame dort schon aus der Entfernung zugerufen, dass wir „dem Mann im weißen Hemd“ folgen sollten – davon gab es natürlich einige und wir sind ziemlich planlos irgendwelchen Männern in weißen Hemden hinterhergelaufen bis wir irgendwann aus dem Flughafen-Gebäude raus waren und eigentlich keiner mehr vor uns war. Dann haben wir gesehen, dass regelmäßig kleine Busse mit den Logos der Mietwagen-Anbieter gefahren sind und da wir am Flughafen direkt keine Parkhäuser gesehen haben, haben wir richtig schlussgefolgert, dass wir mit einem solchen Bus zur Mietwagenabholung fahren mussten. Wir waren auch schnell dort und es waren nicht so viele Leute vor uns, trotzdem haben wir am Ende über eine Stunde zunehmend ungeduldig gewartet, wir wollten früh los, um möglichst wenig in der Dunkelheit fahren zu müssen. Leider haben uns der Schichtwechsel bei der Mietwagenfirma und die Leute vor uns ohne Reservierung einen Strich durch die Rechnung gemacht und es war schon ziemlich spät als wir losgefahren sind. Während der Wartezeit haben wir uns in einer Offline-Kartenapp einen Minimarkt gesucht, wo wir Geld abheben wollten und sind direkt dorthin gefahren. Es gab auch einen ATM, der Bildschirm war allerdings komplett schwarz und auf Nachfrage wurde mir erklärt, dass er nicht funktioniert, toll. Also sind wir in die entgegengesetzte Richtung gefahren und haben dort dann in einem anderen Minimarkt tatsächlich Geld abheben können. Über eineinhalb Stunden später als wir ursprünglich geplant hatten, sind wir dann in Richtung Valladolid gestartet. Die Fahrt hat dann auch noch länger gedauert, weil es super viele Baustellen gab, in denen man nur 50 km/h fahren durfte. Trotz Dunkelheit sind wir aber sicher in unserem Hotel angekommen und todmüde ins Bett gefallen.
Fahrt Cancún – Valladolid: ca. 2h, Maut 338 MXN pro Auto (Stand März 2021)
Tag 2: Valladolid
Dank Jetlag startet der nächste Tag schon ziemlich früh, wir haben quasi schon auf’s Frühstück gewartet 😛 danach sind wir mit dem Mietwagen zuerst nach Uayma gefahren, um die super schöne bunte Kirche dort anzuschauen. Wie so häufig sah sie vor Ort nicht ganz so makellos aus wie auf Instagram, dennoch ist es ein beeindruckendes Gebäude und ein kurzer Fotostopp in Uayma lohnt sich auf jeden Fall.
Anschließend sind wir nach Ek Balam gefahren und wollten dort die Maya-Ruinen anschauen. Die Ruinen liegen mitten im Dschungel und obwohl ich mich vorher mit Moskito-Schutz eingesprüht hatte, wurde ich erstmal richtig schmerzhaft gestochen. Beim Anblick der tollen Maya-Bauwerke war der Schmerz aber schnell vergessen. Wir waren – abgesehen von einigen Leguanen – fast allein auf dem Gelände, wo sich zahlreiche kleinere und größere Ruinen befinden. Besonders toll ist, dass man die Pyramiden auch betreten darf und somit sind wir die riesigen Stufen auf die große Pyramide hochgestiegen und hatten von dort eine wundervolle Aussicht über den restlichen Ruinen und die unendlich Weite des Dschungels.
Ek Balam Maya-Ruinen: 456 MXN p.P., wobei 381 MXN mit Kreditkarte gezahlt werden konnten, die restlichen 75 MXN (Abgaben) nur bar (Stand März 2021)
Kostenfreie Parkplätze gibt es vor Ort
Unser nächster Stopp war die Cenote Suytun. Da es in der Umgebung sehr viele gibt, gilt Valladolid als Hauptstadt der Cenotes, das sind Karststeinhöhlen, in denen sich Wasser befindet. Schon vorher haben wir uns total auf die Cenote Suytun gefreut und wurden nicht enttäuscht. Am Eingang gab es einen Kiosk, Souvenirstände, Sanitäranlagen und den Schwimmwesten-Verleih (das Tragen einer Schwimmweste ist beim Schwimmen in der Cenote Pflicht). Nach einem kurzen Weg führte eine Treppe in die Cenote, der Anblick ist einfach so schön! Durch ein Loch in der Höhlendecke hat die Sonne das klare Wasser angestrahlt, in dem auch einige Fische geschwommen sind. Es war nicht viel los und auch wir haben uns im kühlen Wasser erfrischt, diese Cenote war ein absolutes Highlight! Auf dem Gelände liegt außerdem auch die Cenote Káapeh, in der man nicht schwimmen konnte, aber sie sah auch sehr schön aus.
Cenote Suytun: Eintritt 120 MXN p.P. inkl. Schwimmwesten-Verleih
Kostenfreie Parkplätze gibt es vor Ort
Da wir so früh wach waren, hatten wir noch mehr Zeit als ursprünglich gedacht und sind dann noch zu den Cenotes Samula & X-Keken gefahren. Zuerst sind wir zur Cenote Samula gelaufen, der Weg, auf dem Maya-Symbole waren, führte vorbei an zahlreichen Souvenir-Ständen und man musste dort eine Schwimmweste leihen, um in der Cenote schwimmen zu dürfen. In dieser Cenote war etwas mehr los, trotzdem war genug Platz, dass man gut sowohl im Wasser als auch draußen gut Abstand halten konnte. Auch die Cenote war wirklich schön und erfrischend. Für die Cenote X-Keken hätte man an einer anderen Stelle wieder eine Schwimmweste leihen müssen, wir haben sie dann nur so angeschaut ohne ins Wasser zu gehen, die Cenote war etwas verwinkelter und auch super sehenswert.
Cenotes Samula & X-Keken: Eintritt für beide Cenotes 125 MXN p.P., Schwimmwesten-Verleih 20 MXN pro Stück
Kostenfreie Parkplätze gibt es vor Ort
Nach dem Besuch der Cenotes sind wir zurück nach Valladolid gefahren und haben dort die Stadt angeschaut. Zuerst ging es zum Convento de San Bernardino de Siena, einem schönen ehemaligen Kloster, vor dem ein großer mit Valladolid-Schriftzug liegt. Wir haben vor dem Kloster geparkt, uns dort umgesehen und sind dann weiter in die Innenstadt gefahren. Dort waren wir im Parque de Santa Ana und sind danach zum Parque Principal Francisco Canton Rosado spaziert, um den sich einige schöne Gebäude befinden, darunter der Palacio Municipal und die beeindruckende Kirche Iglesia de San Servacio. Anschließend sind wir noch zur Calzada de Los Frailes gelaufen, einer Straße mit vielen schönen bunten Häusern. Zurück am Parque Principal haben wir zu Abend gegessen und sind dann zurück ins Hotel gefahren.
Das Stadtzentrum ist schön und schnell zu Fuß zu erkunden. Wir fanden Valladolid als Stopp aber insbesondere auch wegen der näheren Umgebung mit dem Maya-Tempel in Ek Balam und den Cenotes super.
Tag 3: Valladolid – Chichén Itzá – Mérida
Wieder waren wir früh wach und sind dann auch bald in Richtung Chichén Itzá aufgebrochen. An der Ausfahrt vor Chichén Itzá wurden uns Tickets angeboten, die teurer wären als vor Ort, aber man würde sich die Wartezeit sparen. Zum Glück sind nicht darauf eingegangen, wir mussten keine 5 Minuten anstehen. Als wir zur der bekannten Maya-Stätte gefahren sind, standen am Straßenrand zahlreiche Guides, die teilweise sehr offensiv Führungen angeboten haben, wir wollten das Weltwunder der Moderne aber auf eigene Faust erkunden. Vom Eingang kommt man direkt zum wohl bekanntesten Bauwerk in Chichén Itza, der Pirámide de Kukulcán (Pyramide von Kukulcán), super beeindruckend! Das Gelände hat aber noch einiges mehr zu bieten, zuerst waren wir beim Juego de Pelota (Ballspielplatz) und sind dann vorbei an mehreren kleineren Ruinen zur Cenote Sagrado gelaufen. Dort kann man nicht schwimmen, aber sie sieht toll aus, der Weg dahin ist – wie der Großteil des Geländes – von zahlreichen Souvenir-Ständen gesäumt. Danach haben wir den Templo de los Guerreros (Tempel der Krieger) angeschaut und sind dann vorbei an den Mil Columnas (Tausend Säulen) zum El Mercado (Markt) gegangen. Abgesehen vom großen Platz, auf dem die Pyramide steht, liegen die Ruinen im Dschungel. Am Ende sind wir noch zur Cenote Xtoloc spaziert und haben die umliegenden Ruinen angeschaut, darunter El Osario (Begräbnisplatz), El Observatorio (Beobachtungsstation) und La Iglesia (Kirche). Die Pyramide war für uns das Highlight in Chichén Itzá, aber auch die anderen Gebäude sind unglaublich beeindruckend, vor allem wenn man berücksichtigt, vor wie langer Zeit sie gebaut wurden. Wenn man keine Führung macht, würde ich empfehlen, zumindest vorher ein bisschen über die Maya zu lesen, um auch die Nutzung der einzelnen Bauwerke besser zu verstehen. Bei einer Mexiko-Reise ist der Besuch von Maya-Ruinen ein absolutes Muss und Chichén Itzá würden wir ganz besonders empfehlen.
Fahrt Valladolid – Chichén Itzá: ca. 45min, Maut 83 MXN pro Auto (Stand März 2021)
Chichén Itza Eintritt: 533 MXN, zahlbar mit Kreditkarte; Parken 80 MXN (Stand März 2021)
Nachdem wir die Maya-Stätten von Chichén Itzá erkundet hatten, sind wir nach Mérida gefahren, haben dort in unser Hotel eingecheckt und uns erstmal im Pool erfrischt, von wo wir eine tolle Aussicht über die Stadt hatten.
Fahrt Chichén Itzá – Mérida: ca. 2h, Maut 113 MXN pro Auto (Stand März 2021)
Am späten Nachmittag sind wir dann in Richtung Innenstadt gefahren und haben in der Nähe der Plaza Grande geparkt. Um den schönen zentralen Platz liegen auch einige von Méridas Hauptsehenswürdigkeiten: der Palacio de Gobierno (Gouverneurspalast), das Centro Cultural Olimpo (Kulturzentrum), der Palacio Municipal (Rathaus), die Casa Montejo, ein imposantes Gebäude, das ein Museum beherbergt, das Museo de Arte Contemporáneo (Museum für Zeitgenössische Kunst) und die Catedral San Ildefonso (Kathedrale). Außerdem waren in dem Park einige Verkaufsstände und der bunte Mérida-Schriftzug. Nachdem wir den Platz umrundet hatten, sind wir durch die umliegenden Straßen spaziert, die von schönen bunten Häusern gesäumt waren. Besonders toll fanden wir auch den Parque Hidalgo mit der angrenzenden Iglesia El Jesús (Kirche). Noch ein Stück weiter im Parque Santa Lucia gibt es einen riesigen Doppelstuhl und außerdem zahlreiche Restaurants um den Park herum. Wir sind noch ein Stück weitergelaufen, haben dann zu Abend gegessen und sind anschließend wieder zurück zum Hotel gefahren. Im angrenzenden Einkaufszentrum Paseo 60, in dem sich ebenfalls einige Restaurants befinden, wurde Live-Musik gespielt und wir haben dort noch etwas getrunken.
Parken (Parkplatz in der Nähe der Plaza Grande): 14 MXN pro Stunde (Stand März 2021)
Tag 4: Mérida – Tulum
Am Morgen sind wir nochmal ins Stadtzentrum von Mérida gefahren und dort vorbei am Palacio de la Música und dem Parque Hidalgo zum Parque de La Mejorada gelaufen, auf dem eine Statue steht und an den eine Kirche grenzt. Dann sind wir zum Arco de Dragones, einem alten Stadtbogen spaziert und von dort weiter zum Mercado Lucas de Galvéz. Rund um die große Markthalle war es sehr belebt, aufgrund der Corona-Situation haben wir (obwohl Masken getragen wurden) nur mal kurz reingeschaut, in normalen Zeiten hätten wir uns dort sicher mit frischem Obst eingedeckt. Danach haben wir nochmal eine Runde um die Plaza Grande gedreht und sind dann wieder zurück zum Hotel gefahren. Von dort sind wir zum Paseo de Montejo gelaufen und die prächtige Allee entlangspaziert. Es gab viele wunderschöne Gebäude, u.a. das Minaret und einige Monumente wie das Monumento Justo Sierra Méndez, das Monumento Felipa Carillo Puerto und am Ende der Straße das beeindruckende Monumento a la Patria zu sehen. Neben der Innenstadt ist diese Prachtstraße ein Must-see in Mérida. Nachdem wir ein Stück gelaufen waren, haben wir in einem Café noch etwas getrunken und sind dann zurück zum Hotel gegangen. Auf dem Rückweg ist uns aufgefallen, dass Marcel seinen Rucksack im Café liegen gelassen hat – wie von der Tarantel gestochen ist er losgesprintet! Am Tisch saßen schon neue Gäste, aber der Kellner hatte den Rucksack tatsächlich zurückgelegt, alles war noch da! Es waren keine wertvollen Sachen drin, trotzdem war es natürlich super leichtsinnig und hätte auch anders ausgehen können, da war Mexiko dann doch „sicherer“ als sein Ruf.
Zurück im Hotel haben wir ausgecheckt und uns auf den Weg nach Tulum gemacht. Bis Valladolid sind wir wieder über die Mautstraße gefahren, danach gab es keine mehr.
Fahrt Mérida – Tulum: ca. 3,5h, Maut 196 MXN pro Auto (Stand März 2021)
In Tulum haben wir eingecheckt und sind dann nur noch zum Abendessen gegangen, die Stadt wollten wir am nächsten Tag erkunden. Während wir beim Essen waren, fand eine Demonstration statt. Laut Zeitungsberichten wurde eine Touristin von der Polizei getötet, woraufhin die Leute gegen Polizeigewalt auf die Straße gegangen sind.
Tag 5: Tulum
Tulum besteht aus zwei Teilen: Tulum Pueblo, also das eigentliche Dorf (bzw. eigentlich eher eine Kleinstadt) und Playa Tulum oder auch Zona Hotelera, also der Strand, wo sich viele (Luxus)Hotels befinden. Aufgrund dieser Zweiteilung ist das Fahrrad in Tulum auch DAS Fortbewegungsmittel, um zwischen den beiden Stadtteilen zu pendeln. An unserem ersten Tag in Tulum wollten auch wir von unserem Hotel in Tulum Pueblo mit den Fahrrädern zum Strand fahren und haben uns welche geliehen. Wir waren dann auch ziemlich schnell in Strandnähe, nach links wäre es in die Zona Arqueológica de Tulum gegangen, die wollten wir aber an einem anderen Tag anschauen, und sind deshalb nach rechts in die Zona Hotelera abgebogen. Dort sind wir ein Stück zwischen Dschungel und aufwändigen Hoteleingängen entlanggefahren bis wir zum Playa Mirador gekommen sind. Der Strand war völlig verlassen und sah zwar nicht schlecht aus, aber er entsprach nicht so ganz dem, was wir uns von einem Karibikstrand erhofft hatten. Außerdem gab es überhaupt keinen Schatten, also haben wir beschlossen, noch weiterzufahren. Irgendwann sind wir zu einem Beach Club gekommen, von dem ich vorher gelesen hatte, da wollten wir dann rein – bis wir das Schild mit „Mindestverzehr 50 USD pro Person“ gesehen haben. Genauso ging es auch weiter, wir waren nur ein paar Meter vom Meer entfernt, aber alles, was wir gesehen haben, waren Hoteleingänge, Restaurants und Geschäfte. Das meiste davon super stylish, gefühlt war alles nur dafür entworfen, um fotografiert und auf Instagram gepostet zu werden. Als wir auf einem Parkplatz nach einem öffentlichen Strand gefragt haben, wurden wir noch 1km weitergeschickt, aber auch dort gab es nichts außer Hotels. Normal planen wir ja alles immer akribisch, wir hatten auch gelesen, dass es nicht viele öffentliche Strände gibt, aber wir sind trotzdem einfach mal drauf losgefahren und hatten nicht erwartet, dass es quasi völlig unmöglich wäre, an einen Strand zu kommen. Im Endeffekt sind wir ewig und drei Tage Fahrrad gefahren und einen Strand haben wir trotzdem nicht gefunden. Irgendwann sind wir dann doch zum Playa Mirador gefahren, haben uns dort mal im Meer abgekühlt und sind danach zurück zum Hotel geradelt, wo wir den restlichen Nachmittag am Pool verbracht haben. So wurde aus unserem entspannten Strand-Tag eine Erkundungstour der Zona Hotelera, von der wir keine Fans waren. Es ist ja nicht der erste Touristenort, an dem wir waren, aber dass man direkt am Meer ist und nichts davon sieht, weil alles zugebaut ist, haben wir noch nie gesehen und fanden es wirklich schade. Übrigens ist auch die Parksituation dort wirklich eine Katastrophe, weil quasi alle Parkplätze entweder zu Hotels oder teuren Restaurants gehören. Tulum Zona Hotelera macht aus unserer Sicht nur Spaß, wenn man dort in einem Hotel wohnt und/oder sehr viel Geld ausgeben möchte, das Preisniveau ist da nämlich ein ganz anderes als in Valladolid oder Mérida.
Am Abend sind wir mit den Fahrrädern nach Tulum Pueblo gefahren und haben dort auch gegessen. Natürlich ist auch dieser Stadtteil touristisch geprägt, es gibt viele Restaurants und Souvenirshops, dennoch ist es zumindest noch ein bisschen „mexikanisch“ und nicht nur „Instagram“. Am Abend wurde vor dem Rathaus demonstriert.
Tag 6: Reserva de la Biosfera Sian Ka’an
Unser Hotel in Tulum war super, aber das Frühstück hat immer sehr lange auf sich warten lassen. So war es auch schon ziemlich spät als wir uns auf den Weg ins Reserva de la Biosfera Sian Ka’an, einem Biosphärenreservat südlich von Tulum, gemacht haben. Am Ende der Zona Hotelera war der Eingang, an dem wir uns angemeldet und den Eintritt bezahlt haben. Wir hatten gelesen, dass die Straßen wirklich schwer befahrbar sind, vor allem hinter der Puente de Boca Paila. Somit haben wir uns schon darauf eingestellt, dass wir mit unserem Nissan March möglicherweise nach ein paar Metern wieder umkehren müssen. Tatsächlich gab es unendlich viele Schlaglöcher auf der unbefestigten Straße und es war eine ganz schön unruhige Fahrt, aber unser Auto hat mitgespielt. Im Sian Ka’an ist eigentlich der Weg das Ziel, die Landschaft ist einfach unglaublich schön, die Straße führt durch den Dschungel und an einigen Stellen sieht man das Meer auf der einen oder die Lagune auf der anderen Seite. Da man von der Puente de Boca Paila manchmal Krokodile sehen kann, wollten wir es eigentlich aber schon dorthin schaffen und haben sie auch wirklich nach ungefähr einer Stunde erreicht. Die Aussicht von der Brücke zu beiden Seiten ist super schön, außer Pelikanen haben wir jedoch keine Tiere gesehen. Weil wir bis dahin so gut durchgekommen waren, wollten wir mal schauen, ob die Straßen hinter der Brücke so viel schlechter sind als davor und sind weitergefahren. Ganz im Gegensatz zu unseren Erwartungen wurde der Weg sogar besser, zwar war es nach wie vor ein Gegurke, aber es ging doch ein bisschen schneller und Marcels Ehrgeiz war geweckt, es bis nach Punta Allen zu schaffen. Wir haben dann nur noch zwei kurze Fotostopps gemacht und sind ansonsten durchgefahren bis Punta Allen, in etwas über drei Stunden hatten wir es vom Eingang bis in das kleine Dorf ganz am Ende der Halbinsel geschafft. Von dort starten auch Bootstouren, bei denen man mit Glück Delfine, Manatees und Schildkröten sehen kann, dafür hatten wir aber keine Zeit, stattdessen sind wir durch das malerische Küstenörtchen spaziert. Es war sehr verschlafen, aber wunderschön direkt am Meer und mit unzähligen Palmen. Nach der kurzen Erkundungstour haben wir noch eine Kleinigkeit gegessen und uns dann auf den Rückweg gemacht. Plötzlich ist etwas vor uns über die Straße gehuscht und gleich nochmal. Als wir näher gekommen sind, konnten wir die kleinen Nasenbären auch erkennen und haben erstmal gewartet, bis die ganze Familie die Straße überquert hatte. Auf dem weiteren Weg haben wir einige Stopps eingelegt, wir sind ein paar Mal ausgestiegen, um die tolle Landschaft zu fotografieren, und waren auch einmal im Meer. Außerdem haben wir bei der Puente de Boca Paila nochmal angehalten und siehe da, dieses Mal haben wir auch ein Krokodil gesehen, wow! Es war wirklich groß und ziemlich aktiv. Nachdem wir es einige Zeit beobachtet hatten, sind wir noch zum Visitor Center gefahren, wo es einen Aussichtsturm aus Holz gab. Die Konstruktion sah zwar nicht sehr vertrauenserweckend aus und hat auch total gewackelt, aber der Ausblick über den Dschungel und die Lagune war traumhaft! Wir waren dann auch noch beim Bootssteg des Visitor Center und haben auch dort nochmal ein Krokodil in den Mangroven entdeckt. Danach ging es wieder zurück nach Tulum.
Eintritt Sian Ka’an: 90 MXN p.P. (Stand März 2021)
Fahrt vom Eingang bis Punta Allen: über 3h einfach
Da wir auf dem Rückweg wieder durch Tulum Zona Hotelera gefahren sind, haben wir dort noch zu Abend gegessen.
Tag 7: Tulum
Heute sollte es in die Zona Arqueológica de Tulum gehen. Am Morgen sind wir zum Parkplatz der Tulum Ruinas gefahren, von wo es noch ca. 800m zum Eingang zu laufen sind. Während wir am Ticketschalter angestanden waren, haben wir ein paar Leguane beobachtet, die um eine Limette gekämpft haben. Dann ging es zu den Maya-Ruinen direkt am Meer. Bei den Tulum Ruinas gibt es keine riesige Pyramide wie in Chichén Itzá, dafür ist die Lage absolut traumhaft und auch die Maya-Ruinen an sich waren sehr beeindruckend. Das Gelände war ziemlich weitläufig und wirklich sehenswert. Wir sind vorbei an den größeren Bauwerken und kleineren Ruinen gelaufen, haben einige Leguane gesehen und die tolle Aussicht auf das karibische Meer genossen, es war wirklich toll! Auch wenn wir auf dieser Reise schon zwei Maya-Stätten gesehen hatten, waren wir wieder begeistert, wir würden nochmal alle drei besuchen, jede hatte etwas Besonderes.
Tulum Maya Ruinas: Eintritt 80 MXN p.P., Parken 40 MXN pro Stunde (Stand März 2021)
Nachdem wir die Maya-Ruinen besichtigt hatten, sind wir zum Playa Paraiso gefahren. An diesem öffentlichen Strand gab es auch Parkplätze. Der Strand ist wirklich wunderschön: weißer Sand, türkises Wasser und wir hatten strahlenden Sonnenschein. Nur mit Schattenplätzen sah es schlecht aus, unter den Palmen war schon alles belegt, also sind wir nicht allzu lang geblieben.
Parken am Playa Paraiso 200 MXN pro Tag (Stand März 2021)
Den restlichen Nachmittag haben wir am Hotel-Pool verbracht und waren dann abends in der Nähe unseres Restaurants essen. Wir haben gehört, dass es am Vorabend zu einer Schießerei in Tulum gekommen ist und auch an diesem Abend mit Unruhen gerechnet wird. Es waren auch einige Restaurants deswegen geschlossen, ansonsten haben wir direkt nichts mitbekommen.
Tag 8: Tulum
An unserem letzten Tag in Tulum wollten wir nochmal zu zwei Cenotes fahren. Am Morgen ging es los zur Gran Cenote, wohl eine der bekanntesten. Nach dem Eingang muss man sich erst komplett abduschen, um das Ökosystem zu schützen. Es gibt eine große Liegewiese wie im Schwimmbad, daneben befindet sich die Cenote, die ihrem Namen auch alle Ehre macht, sie ist wirklich sehr viel größer als die anderen, die wir davor gesehen hatten. Während z.B. die Cenote Suytun quasi eine geschlossene Höhle ist, wo nur durch ein kleines Loch Sonnenlicht hereinkommt, ist die Gran Cenote offen. Man gelangt über eine Treppe nach unten auf einen Steg und kann von dort ins Wasser gehen. Für uns war das Highlight an der Gran Cenote, dass dort Schildkröten leben, mit denen wir schwimmen konnten. Da das Wasser so klar ist, kann man sie aber auch von oben beobachten.
Gran Cenote: 300 MXN p.P., kostenlose Parkplätze gibt es vor Ort (Stand April 2021)
Danach sind wir zur Cenote Calavera gefahren, die nicht ganz so populär ist, aber das Drumherum war dort auch cool. Das Restaurant hatte zwar geschlossen, aber es gab auch einen Stand mit Marquesitas, alles war im Día de los Muertos-Stil dekoriert und im Hintergrund lief Musik. Diese Cenote hat drei Löcher: zwei kleinere, durch die man ins Wasser springen kann, und ein großes, durch das man über eine Holzleiter wieder herauskommt und in dem es eine Schaukel gibt – man wieder ein typischer Instagram Spot. Als wir gekommen sind, war noch nicht viel los, später haben sich dann schon wieder Schlangen für Fotos gebildet.
Cenote Calavera: 250 MXN p.P., kostenlose Parkplätze gibt es vor Ort (Stand April 2021)
Am Nachmittag sind wir zurück zum Hotel gefahren und dort nochmal an den Pool gegangen. Später sind wir nach Tulum Pueblo gelaufen, waren beim Abendessen und sind die Avenida Tulum entlangspaziert. Dieses Mal war es ruhig auf den Straßen.
Mit Tulum sind wir nicht so wirklich warm geworden. Ich glaube, wenn wir erst in Tulum und danach in Mérida und Valladolid gewesen wären, wäre der negative Eindruck nicht so stark gewesen. So hat es sich angefühlt, als wären wir aus Mexiko in eine Instagram-Welt gefahren. Tulum Pueblo fanden wir noch einigermaßen authentisch, eben ein typischer Urlaubsort, die Zona Hotelera war nicht unser Ding. Es ist jetzt nicht so, dass alles mit Betonbunkern vollgebaut wäre, die Hotels und Restaurants sind schon wirklich schön gemacht und es ergibt ein stimmiges Bild, wir fanden es einfach ein bisschen zu perfekt. Dennoch ist Tulum für uns auf einer Yucatán-Rundreise ein Muss, schon mal wegen der Maya-Ruinen und auch die Cenotes und Sian Ka’an waren wirkliche Highlights.
Tag 9: Tulum – Playa del Carmen
Nach dem Frühstück haben wir ausgecheckt und sind nach Playa del Carmen gefahren.
Fahrt Tulum – Playa del Carmen: ca. 1h, keine Maut
Dort sind wir erstmal zum Strand spaziert, der war wirklich super schön, weißer Sand, türkises Wasser und kaum Seegras. Einige Strandabschnitte gehörten zwar zu Hotels oder Beach Clubs, aber man konnte überall entlanglaufen und es gab auch Abschnitte, wo man sich einfach so hinlegen konnte. Den restlichen Tag haben wir am Strand und am Hotelpool verbracht.
Abends sind wir ins Stadtzentrum gelaufen und haben etwas gegessen. Danach sind wir noch die Avenida 5 entlangspaziert, auf der sich zahlreiche Restaurants, Souvenirshops und sonstige Geschäfte aneinanderreihen. Außerdem waren wir in der Quinta Avenida Mall und bei der schönen Kirche Parroquia de Nuestra Señora del Carmen, die direkt neben dem Parque Fundadores liegt, auf dem sich auch das Portal Maya, eine imposante Statue, befindet. Ein Stück weiter war noch die Paseo del Carmen Mall. Playa del Carmen war ziemlich belebt, aber auch hier wurde viel Wert auf Maskenpflicht und Desinfektion gelegt.
Tag 10+11: Playa del Carmen
Unsere letzten beiden Urlaubstage haben wir in Playa del Carmen zwischen Pool, Strand und Stadtzentrum verbracht. Wir wollten noch ein bisschen entspannen und dafür war Playa del Carmen perfekt. Es ist auch ein typischer Touristenort, aber nicht so „perfektioniert“ wie Tulum. Die Hotels sind in Playa del Carmen auch deutlich günstiger und der Strand ist öffentlich, uns hat Playa del Carmen besser gefallen.
Auf der Avenida 5 gab es einige Corona-Testzentren, wir hatten schon am Ankunftstag bei einem gefragt, ob wir einen Termin machen müssten, aber wir sollten einfach so kommen. An unserem letzten kompletten Tag sind wir dann dorthin gegangen, haben einen Barcode gescannt, unsere Daten eingegeben und haben dann einen PCR-Test gemacht, nach 15 Minuten war alles erledigt und innerhalb von 24 Stunden sollte das Testergebnis kommen.
Tag 12: Abreise
Nach dem Frühstück haben wir beide unsere negativen Testergebnisse bekommen. So konnten wir die letzten Stunden in Mexiko noch entspannt an Pool und Strand verbringen, haben dann ausgecheckt und noch etwas gegessen. Dann sind wir in Richtung Cancún gefahren, haben getankt, unseren Mietwagen zurückgegeben (das ging zum Glück schneller als das Abholen) und sind mit dem Shuttle zum Flughafen gefahren.
Fahrt Playa del Carmen – Cancún Airport: ca. 45min, keine Maut
Beim Check-in haben wir unser negatives Testergebnis und den Ausdruck der digitalen Einreiseanmeldung, die wir vorher online ausgefüllt hatten, vorgelegt. Vor dem Sicherheitscheck mussten wir online noch einen Corona-Fragebogen für die mexikanischen Behörden ausfüllen. Dann ging es zurück nach Frankfurt und ab in Quarantäne.
Fazit
Wir fanden Mexiko super! Die Innenstädte von Mérida und Valladolid haben uns sehr gut gefallen, die Strände in Tulum und Playa del Carmen waren toll, aber am schönsten fanden wir die Maya-Ruinen und Cenotes. Sowohl kulturell als auch landschaftlich hat Yucatán wirklich viel zu bieten, wir kommen auf jeden Fall nochmal wieder, um auch die Inseln zu erkunden, schnorcheln zu gehen und uns auf die Suche nach Flamingos zu machen. Da sich in Mexiko sehr viel draußen abspielt und die Corona-Regeln auch wirklich gut eingehalten wurden, haben wir uns in Bezug auf das Virus nicht unsicher gefühlt. Die sonstige Sicherheitslage ist für uns wirklich schwer einzuschätzen, für uns gab es keine Situation, in der wir uns unwohl gefühlt hätten, aber die Demonstrationen und Nachrichten aus Tulum lassen vermuten, dass es nicht völlig ungefährlich ist. Obwohl die Kommunikation aufgrund der Sprachbarriere manchmal etwas schwierig war, sind uns alle Menschen immer super freundlich begegnet. Wir würden alles nochmal genauso machen, auch wenn uns Tulum Zona Hotelera nicht so gefallen hat, waren die Tulum Ruinas, die Cenotes und der Sian Ka’an gute Gründe für einen Besuch in Tulum. Wir freuen uns jetzt schon auf unsere nächste Reise nach Mexiko!
Bewertung Reisetauglichkeit mit Baby oder Kind
Als wir Yucatán bereist haben, waren wir noch keine Eltern, aber wir halten es für ein geeignetes Reiseziel mit Baby oder Kind.
Babybetten und Hochstühle gibt es nicht in allen Hotels und Restaurants, aber doch in einigen – am besten einfach vorab anfragen. Wickeltische sind tatsächlich nicht allzu verbreitet, allerdings findet sich immer irgendeine Möglichkeit, beispielsweise im Auto oder im Kinderwagen.
In den Städten sind einige Straßen ganz gut mit Kinderwagen zu befahren, andere weniger – für uns wäre die Trage die beste Lösung. Bei den Maya-Ruinen und Cenoten ist es ziemlich uneben, auch hier würden wir eine Trage empfehlen.
In den großen Städten gibt es internationale Krankenhäuser, teilweise muss man aber entweder vorab oder direkt nach der Behandlung bezahlen. In den ländlichen Gegenden ist die medizinische Versorgung schlechter.
Informiert euch über die nationalen Gesetze und Regelungen bezüglich Kindersitzen, wenn ihr auf euren Reisen mit dem Mietwagen oder auch Taxi fahren möchtet.
Grundsätzlich finden wir unsere Route auch mit Baby oder Kind gut machbar, allerdings würden wir uns etwas mehr Zeit dafür nehmen und keine ganzen Sightseeing-Tage machen, sondern einen halben Tag am Pool verbringen und davor oder danach einen Ausflug machen. Die Fahrt durch das Reserva de la Biosfera Sian Ka’an würden wir mit kleinen Kinder nicht empfehlen, es wird doch sehr ruckelig und langwierig. Alternativ hat Yucatán auch einige tolle Inseln zu bieten, die gut erreichbar sind, auch dorthin würden wir mit Kind reisen.
Kurzum: wer keine perfekte Baby-Infrastruktur braucht, kann in Mexiko auch mit Baby oder Kind viele tolle Orte erkunden.
Mexiko
In Mexiko waren wir noch zwei weitere Male, die Blogs dazu findest du bald hier.