Italien Reiseblog
Juni 2021
Wir wollten mal zum Campen fahren, eigentlich in den Norden, was aufgrund der Corona-Regeln aber nicht so einfach möglich war. Dann haben wir uns für die Dolomiten entschieden und unsere Pläne dann über Bord geworfen, als der Wetterbericht nur Regen prognostiziert hat. Für Florenz sah die Vorhersage sehr viel besser aus und somit sollte die Toskana unser erster Stopp werden, von dem wir uns wieder zurück in den Norden vorarbeiten wollten.
Inhalt
Route
Highlights
Fortbewegung
Unterkunft/Campingplätze
Verpflegung
Geld
Trinkgeld
Sprache
Sicherheit
Sehenswürdigkeiten/Ausflüge
Sonstige Besonderheiten
Reiseblog
Bewertung Reisetauglichkeit mit Baby oder Kind
Route
Tag 1: Anreise
Tag 2: Florenz
Tag 3: Pisa & Siena von Florenz aus
Tag 4: Florenz
Tag 5: Florenz – Venedig
Tag 6: Venedig
Tag 7: Spaggia degli Alberoni
Tag 8: Venedig – Gardasee
Tag 9: Verona vom Gardasee aus
Tag 10: Gardasee
Tag 11: Abreise
Anmerkung zur Route: Pisa und Siena waren beide einen Stopp wert, wir sind zu beiden Orten mit dem Camper gefahren und haben in der Stadt geparkt, das war teilweise nicht so einfach. Deshalb würde ich beim nächsten Mal je eine Nacht in Pisa und Siena auf einen Campingplatz fahren und von dort z.B. mit dem Bus in die Innenstadt fahren.
Highlights
- In Florenz die Aussicht vom Piazzale Michelangelo genießen sowie die Ponte Vecchio und die Kathedrale bestaunen
- Alberne Touri-Fotos vor dem Schiefen Turm von Pisa machen
- Durch die Gassen Sienas schlendern und die beeindruckende Kathedrale bewundern
- In Venedig durch die Gassen und über die Kanäle spazieren, den Piazza San Marco mit dem Dom bewundern und auf dem Canal Grande durch die Ponte di Rialto fahren
- In Verona die Arena und die Piazza delle Erbe besuchen
- Im Gardasee baden und die tollen Sonnenuntergänge genießen
Fortbewegung
Wir waren mit dem Camper (unter 3,5t) unterwegs und die Route bietet sich auch super dafür an. In den Innenstädten ist alles zu Fuß erreichbar.
Sowohl in Österreich als auch in Italien fallen Mautkosten an, die ich unten im Artikel aufgeführt habe. Die Angaben der Mautkosten beziehen sich auf unsere Strecken und Fahrzeugklasse. Die Vignette für Österreich ist z.B. an grenznahen Tankstellen erhältlich und wird in die Windschutzscheibe geklebt. In Italien wird bei der Auffahrt auf die mautpflichtige Autobahn ein Ticket gezogen, bei der Ausfahrt wird dann mit diesem Ticket und Kreditkarte oder bar bezahlt.
Auf allen Strecken hatten wir etwas Stau und haben somit länger gebraucht als vom Navi ursprünglich berechnet.
Unterkunft/Campingplätze
- Florenz – Firenze Camping in Town: toller moderner Campingplatz mit Supermarkt, sehr gutem Restaurant und Fahrradverleih, kostenfreies WLAN, ziemlich moderne Sanitäranlagen, schöner großer Poolbereich, mehrmals täglich Shuttle-Bus in die Stadt (3 € p.P. hin und zurück, Stand Juni 2021)
- Venedig – Fusina Camping & Dock: schöner Campingplatz in perfekter Lage gegenüber von Venedig, kostenfreies WLAN, schöne und saubere Sanitäranlagen, moderner Pool (war leider wegen Corona geschlossen), kleiner Supermarkt und Restaurant, Fähre nach Venedig und zum Strand (Alberoni) fährt mehrmals täglich (Venedig 13 € bzw. Alberoni 14 € hin und zurück, Stand Juni 2021)
- Gardasee – Camping Continental Bardolino: schöner Campingplatz direkt am See und in Laufdistanz zu Bardolino und Garda, moderne ziemlich saubere Sanitäranlagen, schlechter WLAN-Empfang, toller Pool, kleiner Supermarkt, Bushaltestelle (z.B. nach Verona) ca. 5 Gehminuten entfernt
Verpflegung
In Italien findet man eigentlich an jeder Ecke ein schönes Restaurant, ein Café oder eine Eisdiele, das Preisniveau ist vergleichbar mit Deutschland.
Geld
In Italien bezahlt man mit Euro, somit kann man bereits Bargeld mitbringen. Alternativ gibt es in den Städten auch zahlreiche ATMs, Kreditkartenzahlung ist ebenfalls meist möglich.
Trinkgeld
Üblicherweise wird in italienischen Restaurants das Gedeck mit 2-3 € p.P. berechnet. Darüber hinaus ist ein größeres Trinkgeld nicht üblich, Wechselgeld liegen zu lassen, ist angemessen.
Sprache
In Italien wird Italienisch gesprochen, wie immer schadet es nicht, ein paar Worte der Landessprache zu kennen, man kommt aber auch mit Englisch zurecht. Am Gardasee wird auch häufig Deutsch gesprochen.
Sicherheit
Italien gilt als sehr sicheres Reiseziel, auch wir haben uns immer sicher gefühlt. Stets aktuelle Informationen dazu findet man auf der Homepage des Auswärtigen Amtes.
Sehenswürdigkeiten/Ausflüge
Wir haben nichts vorab gebucht, haben aber auch alles nur von außen angeschaut.
Sonstige Besonderheiten
Im Juni 2021 mussten wir vor der Einreise nach Italien einen negativen Corona-Test (PCR oder Antigen), der nicht älter als 48 Stunden war, mitführen. Außerdem war eine Einreiseanmeldung und die Anmeldung beim zuständigen Gesundheitsamt nötig, für Florenz (Toskana) ging das digital. An der Grenze mussten wir jedoch nichts vorweisen.
Reiseblog
Tag 1: Anreise
Wir sind früh am Morgen mit dem Camper in Richtung Italien aufgebrochen und bis München super durchgekommen, um die bayerische Landeshauptstadt war dann eigentlich überall Stau, wir haben dort ewig gebraucht. Am Ende sind wir auch von der Autobahn abgefahren und über die Deutsche Alpenstraße gefahren – schneller wurden wir dadurch vermutlich nicht, aber landschaftlich war es ein Traum! Auch die weitere Fahrt vorbei am Achensee, auf den man auch von der Straße eine tolle Aussicht hatte, war wirklich schön. In Österreich ging es dann auch an einigen kleinen Dörfern vorbei, fast alle mit derselben Kirche – einmal copy & paste.
Vignette Österreich: 27,80 € für 2 Monate (Stand Juni 2021)
Beim Brenner hatten wir dann glücklicherweise keinen Stau, es ging weiter durch die beeindruckenden Dolomiten in Südtirol, durch Venetien und Emilia-Romagna bis in die Toskana mit den markanten Säulenzypressen, super schön! Je weiter wir in den Süden gekommen sind, desto unzivilisierter ging es auf den Straßen zu, wir waren dann wirklich froh, als wir nach über 12 Stunden Fahrt in Florenz die Autobahn verlassen und unseren Campingplatz angesteuert haben.
Maut Brenner: 20,00 € gültig für 12 Monate; wir haben ein Video-Ticket in einer Tankstelle gekauft, Zahlung vor Ort ist aber auch möglich (Stand Juni 2021)
Maut Brennerautobahn bis Florenz: 35,10 € (Stand Juni 2021)
Nachdem wir aufgebaut hatten, ging es noch zum Abendessen ins Restaurant vor Ort. Mit einer leckeren Pizza konnte nun der schöne Teil der Reise beginnen. Die Fahrt war nämlich landschaftlich wirklich schön, aber dennoch anstrengend.
Tag 2: Florenz
Nach dem Frühstück auf dem Campingplatz wollten wir Florenz erkunden. Vom Campingplatz aus hat uns der Shuttle-Bus zur Piazza Ferrucci gebracht, also haben wir unsere Sightseeing-Tour südlich des Fiume Arno (Fluss) gestartet. Zuerst sind wir zur Piazza Giuseppe Poggi spaziert, wo man auf der einen Seite eine gute Aussicht auf die Stadt und die Porta San Niccolò hat, auf der anderen Seite sind im Berg einige künstlich angelegte Wasserfälle in Torbögen, super schön! Über die Viale Giuseppe Poggi sind wir dann noch ein ganzes Stück weiter bergauf gegangen bis wir zur Piazzale Michelangelo gekommen sind. Dort steht – wie der Name schon vermuten lässt – eine Statue von Michelangelo und außerdem einige Souvenir- und Essensstände. Das Highlight des Platzes ist aber auf jeden Fall die atemberaubende Aussicht über Florenz. Man erkennt die bekannten Kirchen und die Synagoge mit den markanten Kuppeln und im Hintergrund liegen die Berge, einfach toll! Im Osten kann man auch einen Blick auf die Giardino dell’Iris (Gärten) erhaschen, wir sind dann allerdings weiter in Richtung Westen gegangen, bergauf vorbei an der alten Stadtmauer Mura di Firenze bis zum Forte di Belvedere (Schloss). Eigentlich wollten wir dort in die bekannten Gärten Giardini Boboli gehen, aber der Eingang war abgeschlossen. Als wir gesehen haben, dass es auch 10 € Eintritt gekostet hätte, haben wir uns gegen einen Besuch der Gärten entschieden. Freunde von uns waren allerdings zeitgleich dort und fanden die Gärten schön, mussten aber zusätzlich noch 3 € Corona-Zuschlag bezahlen. Wir haben uns stattdessen über die malerische Straße Costa S. Giorgio, in der auch die Casa di Galileo Galilei liegt, auf zur Chiesa Santa Felicita und dem riesigen Palazzo Pitti gemacht. Danach sind wir über die bekannte Ponte Vecchio, eine mit Geschäften bebaute Brücke, in die Altstadt spaziert. Da sind wir erstmal ein Stück in Richtung Uffizien gelaufen und haben von dort die Aussicht auf die beeindruckende Brücke und das gegenüberliegende Flussufer genossen. In der Ferne konnten wir auch die Kirche San Miniato al Monte erkennen. Ins Uffizien-Museum sind wir nicht gegangen, sondern über die Piazzale degli Uffizi mit zahlreichen Statuen spaziert. Somit haben wir direkt einen der Hauptplätze der Stadt angesteuert, die Piazza della Signoria, auf der sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten befinden: die Loggia dei Lanzi mit einigen Statuen, der markante Palazzo Vecchio mit dem Torre di Arnolfo (Turm) und schönem Innenhof, den wir auch angeschaut haben, davor die Statuen von David (aber nur eine Replik, der Original befindet sich in der Galleria dell’Accademia) sowie Herkules und Cacus, ein Stück weiter die Fontana del Nettuno (Brunnen) und die Reiterstatue von Cosimo I. Nachdem alles fotografiert war, sind wir über die Einkaufsstraße Via dei Calzaiuoli mit dem Museum Orsanmichele bis zur Cattedrale metropolitana di Santa Maria del Fiore (Kathedrale von Florenz) gegangen und haben uns dort mit Freunden getroffen, die zufällig auch gerade in Florenz waren. Gemeinsam sind wir zur Piazza di Santa Croce mit der gleichnamigen super schönen Kirche gelaufen und danach in die Via di Neri, in der es zahlreiche kleine Restaurants gibt. Dort haben wir uns erstmal gestärkt und dann unsere Sightseeing-Tour fortgesetzt: zunächst ging es vorbei am Palazzo Devanzati bis zur Piazza di Santa Trinita, auf der die Colonna della Giustizia steht und daneben das Museo Salvatore Ferragamo und die Kirche Santa Trinita. Ein Stück weiter gelangt man zur Brücke Ponte Santa Trinita mit einigen Statuen. Von dort sind wir vorbei am Palazzo Strozzi bis zur blumengesäumten Piazza di Santa Maria Novella gelaufen, auch dort gab es wieder eine gleichnamige sehr schöne Kirche und gegenüber das Museo Novecento zu sehen. Mit Blick auf die Kirche haben wir uns ein leckeres Eis gegönnt und beschlossen, dann zurück zum Campingplatz zu fahren, um die Nachmittagssonne noch am Pool zu genießen, für die nächsten Tage war nämlich weniger gutes Wetter gemeldet. Der erste Eindruck von Florenz war schon mal super, wir haben uns eigentlich direkt in die Stadt verliebt.
Tag 3: Pisa & Siena
Der ursprüngliche Plan für den Tag war, den sonnigen Vormittag nochmal am Pool zu verbringen und dann nach Florenz in die Innenstadt zu fahren. Am Morgen hatte sich der Wetterbericht aber mal wieder total geändert, es war bewölkt und leichter Regen war gemeldet. Deshalb haben wir beschlossen, den Ausflug nach Pisa und Siena um einen Tag vorzuziehen, unsere sieben Sachen gepackt und mit dem Camper Pisa angesteuert.
Fahrt Florenz – Pisa: ca. 90 km/1h 30 min, Maut 1,20 € (Stand Juni 2021)
Ich hatte vorher extra einen großen Parkplatz für Pisa herausgesucht. Als wir dort angekommen sind, wurden wir aber gleich weggeschickt, Camper waren nicht erlaubt. Glücklicherweise waren in der Nähe des Schiefen Turms aber überall Parkplätze an der Straße und so konnten wir uns dort hinstellen und uns auf den Weg in die Stadt machen. Dass es in Nicht-Corona-Zeiten so einfach gewesen wäre, bezweifle ich allerdings.
Pisa: Parken an der Straße in der Nähe der Piazza dei Miracoli: 1,60 €/h (Stand Juni 2021)
Zuerst ging es zur Piazza dei Miracoli, auf der sich neben dem bekannten Schiefen Turm auch die Taufkirche Battistero di Pisa und der Dom Cattedrale Metropolitana Primaziale di Santa Maria Assunta befinden, zwei wirklich beeindruckende Gebäude, von denen wir bis zur Reisevorbereitung noch nie etwas gehört hatten. Die meiste Aufmerksamkeit erhält natürlich der Schiefe Turm, den man aber auch wirklich mal gesehen haben muss. In Wirklichkeit hat er noch viel schiefer gewirkt als auf Bildern. Der Platz ist umgeben von der Stadtmauer Mura di Pisa, außerdem sind dort die Statuen Angelo Caduto, Lupa capitolina und Fontana die Putti sowie das Sinopie-Museum zu finden. Nachdem wir alles angeschaut hatten, sind wir vorbei an der Opera della Primaziale Pisana in Richtung Innenstadt spaziert. Dort waren wir zunächst auf der Piazza die Cavalieri, an den der Palazzo della Carovana, der Palazzo del Consiglio die Dodici, die Chiesa di San Rocco und die Chiesa Nazionale di Santo Stefano dei Cavalieri grenzen. Von dort sind wir vorbei an der Kirche San Frediano bis zum Fluss Arno spaziert, von wo wir dann die tolle Kirche Santa Maria della Spina, den Palazzo Blu und den Palazzo Agostini o dell’Ussero o Rosso gesehen haben. Wir haben die Ponte di Mezzo überquert und sind vorbei an der Logge dei Banchi und dem Palazzo Pretorio ein Stück die Einkaufsstraße Corso Italia entlanggelaufen. Dann sind wir umgekehrt und zurück über die Brücke zur Piazza Garibaldi gelaufen, vorbei an der Chiesa di San Michele in Borgo, die ganz unscheinbar in einer engen Gasse liegt, bis zur Piazza delle Vettovaglie, auf der sich einige Restaurants befinden. Wir sind allerdings weitergegangen bis zur Piazza Dante Alighieri und dann nochmal vorbei am Schiefen Turm zurück zum Parkplatz. Die Innenstadt von Pisa war ganz schön, aber geflasht waren wir nicht. Die Piazza dei Miracoli ist aber auf jeden Fall einen Besuch wert, vor allem – aber nicht nur – wegen des Schiefen Turms. Man kann sowohl die Kirchen als auch den Turm von innen besichtigen, das haben wir allerdings nicht gemacht. Stattdessen sind wir am Nachmittag weitergefahren in Richtung Siena.
Fahrt Pisa – Siena: ca. 130 km/1h 45min, Maut: 6,90 € (Stand Juni 2021)
Auf Fotos fanden wir Siena eigentlich nicht so begeisternd, aber da Bekannte meinten, es wäre die schönste Stadt in der Toskana und wir ja in der Nähe waren, wollten wir uns dann selbst ein Bild machen. Nachdem wir mit dem Camper durch die Porta Ovile gefahren waren und die engen Gassen gesehen haben, sind wir lieber schnell umgekehrt, haben an einer größeren Straße (SR2) geparkt und sind in die Stadt gelaufen. Zuerst ging es ein ganzes Stück bergauf bis zur Basilica di San Francesco. Von dort sind wir durch die schönen Straßen in Richtung Zentrum gelaufen, vorbei an der Kirche San Cristoforo bis zur Cattedrale Metropolitana di Santa Maria Assunta, der vermutlich schönsten Kirche, die wir je gesehen haben. Der Dom ist sehr aufwändig gestaltet und wirklich beeindruckend, schon dafür lohnt sich ein Abstecher nach Siena! An der Piazza del Duomo liegen auch das Museo Archeologico Nazionale und das Museo dell’Opera Metropolitana del Duomo sowie die Facciatone. Von dort sind wir zur Piazza del Campo mit dem markanten Rathaus Palazzo Pubblico mit dem Glockenturm Torre del Mangia spaziert, Sienas Wahrzeichen. Auf dem Platz befinden sich zahlreiche Restaurants und es war ziemlich belebt, aber wir konnten überhaupt nicht nachvollziehen, dass dieser Platz bekannter ist als der unglaublich schöne Dom. Wir sind dann noch etwas durch die schönen Gassen gelaufen und haben etwas zu Abend gegessen, danach ging es schon wieder zurück nach Florenz. Siena haben wir tatsächlich etwas im Schnelldurchlauf angeschaut, die Stadt hat uns aber sofort überzeugt, nicht nur wegen des Doms, es gab so viele schöne Gebäude in den hügeligen Gassen, vor allem aber herrschte dort einfach ein tolles Flair. Wir waren froh, dass wir den Bildern nicht getraut und die Stadt selbst erlebt haben.
Fahrt Siena – Florenz: ca. 80 km/1h 15min, Maut: 0,50 € (Stand Juni 2021)
Sowohl Pisa als auch Siena sind auf jeden Fall einen Ausflug wert und während der Fahrten konnten wir außerdem die tolle Landschaft der Toskana genießen, es war wie in meiner Vorstellung: Hügel mit Zypressen und zwischendrin immer mal eine Villa oder Burg, wirklich schön!
Tag 4: Florenz
Unseren letzten Tag in Florenz haben wir entspannt angehen lassen, nach dem Frühstück haben wir uns am Campingplatz an den Pool gelegt und die Sonne genossen, das Wetter war mal wieder viel besser als vorhergesagt.
Nachmittags sind wir dann nochmal mit dem Shuttle-Bus zur Piazza Ferrucci gefahren und haben dort direkt den Fiume Arno überquert und sind zum Mercato Sant’Ambrogio gelaufen, der wie erwartet aber schon geschlossen hatte. Auf dem Weg dorthin sind wir an den kleinen Kirchen Chiesa Parrocchiale si San Giuseppe und Oratorio Santa Maria Vergine della Croce al Tiempo vorbeigekommen. Danach sind wir vorbei an der Chiesa di Sant’Ambrogio bis zur beeindruckende Synagoge von Florenz mit der markanten Kuppel spaziert. Anschließend sind wir zur Piazza della Santissima Annunziata gegangen, um die sich die Loggia dei Servi di Maria, die Basilica della Santissima Annunziata und das Instituto degli Innocenti befinden. Der nächste Stopp war die Basilica di San Marco am gleichnamigen Platz, super schön mit Blumen davor. Vorbei an der Galleria dell’Accademia, in der die originale David-Statue steht (wir sind aber nicht reingegangen und haben uns mit der Replik zufriedengegeben), sind wir nochmal zur Piazza del Duomo gelaufen und haben uns dort ausführlicher umgeschaut. Die Cattedrale metropolitana di Santa Maria del Fiore mit der markanten Kuppel Cupola di Brenelleschi und dem Turm Campanile di Giotto ist wirklich aus jeder Perspektive unglaublich beeindruckend. Auch die danebenstehende Taufkirche Battistero di San Giovanni mit den aufwendigen Toren, insbesondere der Porta del Paradiso ist wirklich toll. Vorbei an der Chiesa di San Giovannino dei Padri Scolopi und dem Palazzo Medici Riccardi sind wir zur Basilica di San Lorenzo di Firenze gegangen, die im Vergleich zur Kathedrale schlicht wirkt. Danach ging es in Richtung Süden, zur Piazza della Repubblica, auf der die Colonna dell’Abbandanza und das historische Karussell Antica Giostra Toscana stehen, und weiter vorbei am Palazzo dell’Arte della Lana bis zum Mercato del Porcellino, wo sich auch der Fontana del Porcellino befindet. Das ist eine Wildschwein-Statue – angeblich bringt es Glück, ihre Nase zu reiben und anschließend eine Münze in den Mund zu stecken. Von dort sind wir nochmal zur Ponte Vecchio und danach zur Piazza della Signoria spaziert, haben noch in der Via di Neri zu Abend gegessen – und dann kam tatsächlich der gemeldete Regen. Auf dem Rückweg zum Shuttle-Bus ist allerdings schon ein Regenbogen über dem Arno aufgetaucht, ein schöner Abschied von Florenz.
Florenz hat uns total begeistert, in der ganzen Innenstadt steht ein schönes Gebäude neben dem nächsten, es gibt zahlreiche süße Restaurants und ganz unerwartet taucht immer mal in den Häuserreihen eine Kirche auf. Unsere Highlights waren auf jeden Fall die Aussicht von der Piazzale Michelangelo, die Ponte Vecchio und die Kathedrale.
Tag 5: Florenz – Venedig
Nach dem Frühstück haben wir alles eingepackt und sind zu unserem Campingplatz nach Venedig gefahren.
Fahrt Florenz – Venedig: ca. 270 km/4h, Maut: 16,85 € (Stand Juni 2021)
Dort haben wir den Nachmittag und Abend entspannt vor unserem Camper mit Blick auf Venedig verbracht.
Tag 6: Venedig
Wir sind früh aufgestanden und schon um 08:00 Uhr mit der Fähre von unserem Campingplatz in Fusina nach Venedig zur Station Zattere gefahren.
24-Stunden-Ticket Fusina – Zattere + alle ACTV-Linien (öffentliche Verkehrsmittel in Venedig): 26,00 € (Stand Juni 2021)
Fahrt Fähre Fusina – Zattere: ca. 20 min
Während der Fahrt hatten wir schon eine tolle Sicht auf Giudecca und Dorsoduro, insbesondere auf die Chiesa di Santa Maria del Rosario. Von der Station sind wir über die Ponte dell’Accademia, von der man auch eine tolle Aussicht hatte, vorbei am Palazzo Cavalli-Franchetti und der Chiesa di San Vidal zum Campo Santo Stefano mit der Chiesa di Santo Stefano gelaufen und von dort weiter vorbei am Museo della Musica und der Chiesa di Santa Maria del Giglio bis zur Piazza San Marco. Schon auf dem Weg dorthin waren wir begeistert von Venedig, die Kanäle mit den Gondeln und kleinen Booten, die engen Gassen und Brücken sind wirklich wunderschön! Die Piazza San Marco hat uns dann sehr überrascht. Obwohl es ziemlich früh war, haben wir schon einige Leute dort erwartet, aber wir standen quasi allein auf dem riesigen Platz. Vermutlich versprüht der Platz mehr Charme, wenn er belebter ist, aber auch so waren die Sehenswürdigkeiten, die sich darum befinden, toll: die Procuratie vecchie, das Museo Correr, der Torre dell’Orologio (Uhrenturm), der Torre di Marco (Turm), das Monumento ai Tetrarchi und der Palazzo Ducale (Dogenpalast), besonders gut hat uns aber die Basilica di San Marco gefallen. Dort wollten wir auch reingehen, sie war aber noch nicht geöffnet, also sind wir erst über die Piazzetta dei Leoncini seitlich des Doms gelaufen und haben die Ponte dei Sospiri (Seufzerbrücke) gesehen. Dann sind wir etwas durch die Straßen San Marcos geschlendert, haben die Chiesa di San Zaccaria angeschaut und sind dann an die Riva degli Schiavoni gelaufen, wo einige Gondeln lagen und wir die Chiesa di San Giorgio Maggiore und die Basilica di Santa Maria della Salute sehen konnten. Über die Ponte della Paglia, von der man die Ponte dei Sospiri nochmal perfekt fotografieren kann, sind wir vorbei am Palazzo Ducale und der Biblioteca Nazionale Marciana zurück zur Basilica di San Marco spaziert, die mittlerweile geöffnet hatte. Von innen ist die Kathedrale aufwendig und golden, es war auf jeden Fall sehenswert, aber wir hätten uns dafür nicht stundenlang angestellt.
Basilica di San Marco: Eintritt 3,00 € (Stand Juni 2021)
Nach der Kirchenbesichtigung sind wir zur Ponte di Rialto gelaufen, einer wirklich schönen Brücke über dem Canal Grande. Von dort sind wir zurück zur ACTV-Station Zattere gelaufen und dann mit der Linie 5.2 zur Station Fondamente Nove gefahren. Währenddessen haben wir die Chiesa Il Redentore, die Ponte della Constituzione, die Chiesa Santa Maria di Nazareth, die Chiesa San Simeone Piccolo und die Stazione di Venezia Santa Lucia gesehen. Außerdem sind wir durch die Brücken Ponte delle Guglie und Ponte de Tre Archi gefahren und konnten einen Blick auf die Chiesa della Madonna dell’Orto und die Chiesa di Santa Maria Assunta erhaschen. In Venedig ist der Weg das Ziel, einfach überall verbergen sich schöne Gebäude. Als wir bei der Station Fondamente Nove angekommen sind, sind wir in die Linie 12 umgestiegen und so zuerst vorbei an der Insel San Michele mit der Kirche Chiesa di San Michele in Isola nach Murano gefahren.
Boot Fondamente Nove (Venedig) – Murano: ca. 10 min (Linie 12), inklusive im 24h ACTV-Ticket
Dort sind wir direkt am Faro di Murano (Leuchtturm) ausgestiegen und haben dann zu Fuß die Insel Murano erkundet. Wir waren beim Oratorio ex chiesa di Santo Stefano, der Chiesa di San Petro Martire und der Basilica dei Santi Maria e Donato. Eigentlich ist die Insel aber nicht für ihre Kirchen bekannt, sondern für die Glasbläserei. Überall waren Geschäfte mit Glasfiguren, Trinkgläser, Vasen und sonstigem, normalerweise kann man auch Glasbläsern bei der Arbeit zusehen, als wir dort waren hatte allerdings nur eine Werkstatt ihre Tore geöffnet und dort war gerade Mittagspause, schade! Nachdem wir die Insel erkundet hatten, sind wir wieder in die Linie 12 eingestiegen und weitergefahren bis nach Burano.
Boot Murano – Burano: ca. 30 min (Linie 12), inklusive im 24h ACTV-Ticket
Ich hatte schon viele Bilder von den bunten Häusern in Burano gesehen, hatte aber erwartet, dass die stark bearbeitet waren und die Farben in Realität nicht so leuchtend wären – ich lag falsch, die Hausfassaden haben in sämtlichen Farben gestrahlt, es war super schön! Direkt am Kanal haben wir dann auch mit Blick auf diese schönen Häuser zu Mittag gegessen und sind dann die Insel abgelaufen. Sie ist auch für Spitze bekannt und es gibt einige Geschäfte, die u.a. Tischdecken und Kleidung mit Spitze anbieten. Außerdem waren wir bei der Chiesa Parrocchiale di San Martino Vescovo mit dem schiefen Kirchturm – das Highlight der Insel waren für uns aber auf jeden Fall die schönen Gassen mit den bunten Häusern. Wir sind mit dem Boot wieder zurück nach Venedig gefahren und haben dabei im Wasser die Chiatta di Dante entdeckt und den Kirchturm der Chiesa di San Francesco della Vigna gesehen.
Boot Burano – Fondamente Nove (Venedig): ca. 40 min (Linie 12), inklusive im 24h ACTV-Ticket
Zurück in der Stadt sind wir noch zum Campo Santi Giovanni e Paolo gelaufen, wo sich die Basilica dei Santi Giovanni e Paolo und die Scuola Grande di San Marco mit der aufwendigen Fassade befinden. Dann sind wir vorbei an der Chiesa di Santa Maria dei Miracoli bis zur Ca‘ d’Oro spaziert, von wo wir mit dem ACTV-Boot über den Canal Grande gefahren sind. Dabei sind wir unter der Ponte di Rialto durchgefahren und haben einige der Paläste entlang der Wasserstraße gesehen, z.B. den Palazzo Grimani di San Luca, Ca’Rezzonico, den Palazzo Grassi, den Palazzo Cavalli-Franchetti und den Palazzo Contarini Fasan. Wir sind bis hinter den Palazzo Ducale gefahren, sodass wir diesen auch nochmal vom Wasser sehen konnten, dann sind wir ausgestiegen und über die Piazza San Marco zurück zur Station Zattere gelaufen und von dort zurück nach Fusina gefahren.
Wir sind wirklich viel gelaufen, aber es hat sich gelohnt, wir haben so viel von dieser wunderschönen Stadt und den Inseln gesehen. Wir würden auch auf jeden Fall das ACTV-Tagesticket empfehlen, einige Gebäude sieht man vom Wasser viel besser und man kann sich so die teuren Touristen-Boote sparen. Da die ACTV-Boote allerdings sehr viele Stopps haben, kommt man nicht super schnell voran. Eigentlich konnte man in Venedig keine 5 Minuten laufen ohne auf eine tolle Kirche oder einen Palast zu stoßen, die Dichte an Sehenswürdigkeiten ist wirklich sehr hoch, man kann auch alles gut ablaufen. Uns haben aber auch einfach die kleinen Gässchen und Kanäle super gefallen, Venedig ist wirklich eine tolle Stadt. Murano hat uns nicht ganz so begeistert, vermutlich ist in „normalen Zeiten“ aber auch mehr los und man kann Glasbläser beobachten, Burano fanden wir absolut toll!
Tag 7: Spaggia degli Alberoni
Nach dem vollgepackten Sightseeing-Tag in Venedig haben wir diesen Tag entspannt angehen lassen und sind mit der Fähre nach Alberoni gefahren.
Fähre Fusina – Alberoni: 14,00 €, Fahrt ca. 30 min (Stand Juni 2021)
Vom Hafen sind wir quer über die Insel gelaufen, vorbei an den Dune degli Alberoni bis zum Spaggia degli Alberoni, einem Sandstrand. Wie wir schon erwartet hatten, gab es nirgends Schatten und so mussten wir einen Sonnenschirm mieten.
Sonnenschirm + 2 Liegen am Spaggia degli Alberoni: 24,00 € (Stand Juni 2021)
Der Strand war sicherlich nicht der allerschönste, aber es ließ sich doch gut aushalten, wir haben den Tag dort verbracht und sind am späten Nachmittag mit der Fähre zurück zum Campingplatz in Fusina gefahren.
Tag 8: Venedig – Gardasee
Nach dem Frühstück haben wir unsere Sachen eingepackt und sind in Richtung Gardasee gefahren.
Fahrt Venedig – Bardolino: ca. 150 km/1h 45min, Maut: 10,90 € (Stand Juni 2021)
Unser Campingplatz lag etwas außerhalb von Bardolino direkt am See. Den Nachmittag haben wir dann am und im Gardasee verbracht, es war super schön dort.
Am frühen Abend haben wir uns auf den Weg nach Bardolino gemacht, sind etwas durch die Gassen spaziert und haben etwas gegessen. Der Ort an sich ist wirklich schön, aber er ist schon sehr vom deutschen Tourismus geprägt, überall gibt es deutsche Schilder und auch die Kellner sprechen deutsch.
Am Abend haben wir dann vom Strand vor unserem Campingplatz den Sonnenuntergang über dem See angeschaut, soo schön!
Tag 9: Verona
Am Vormittag sind wir mit dem Bus von Bardolino nach Verona gefahren und direkt an der Piazza Brà ausgestiegen. Neben dem Rathaus Comune di Verona und dem Palazzo della Gran Guardia grenzt an den zentralen Platz auch eine von Veronas Hauptsehenswürdigkeiten, die beeindruckende Arena di Verona, ein Amphitheater. Reingegangen sind wir nicht, sondern über die Einkaufsstraße Via Giuseppe Mazzini spaziert und haben dann ein weiteres bekanntes Gebäude angesteuert, die Casa di Giulietta, also Julias Haus (aus Romeo & Julia). Man kann das Haus auch von innen besichtigen, wir haben nur den Innenhof angeschaut, dort sieht man Julias Balkon und eine Statue von ihr. Dann sind wir noch ein Stück weitergegangen vorbei an der Biblioteca Civica bis zur Porta Leoni und dort wieder umgekehrt, um die Piazza delle Erbe anzuschauen. Auf diesem großen Marktplatz waren einige Verkaufsstände aufgebaut, außerdem befinden sich dort der Torre del Gardello (Turm) neben dem imposanten Palazzo Maffei, davor die Colonna di San Marco (Säule), die Fontana Madonna (Springbrunnen) und man sieht den Torre dei Lamberti (Turm). Durch den Bogen Arco della Costa sind wir zum Palazzo della Ragione gelaufen und haben auch dessen tollen Innenhof angeschaut. Direkt gegenüber liegt die Piazza dei Signori, auf der sich die Statue von Dante Alighieri befindet und die von weiteren prächtigen Gebäuden umgeben ist: der Loggia del Consiglio, dem Palazzo del Podestà und dem Palazzo di Cansignorio. Von dort sind wir dann zu den aufwändigen Grabmälern Arche Scaligere gegangen und sind danach abgebogen, um die Casa di Romeo (Romeos Haus) zu sehen. Anschließend ging es zur Basilica di Santa Anastasia und weiter zur beeindruckenden Cattedrale di Santa Maria Matricolare, neben der sich die Biblioteca Capitolare befindet. Anschließend sind wir weitergelaufen zur Ponte Pietra, von wo man eine schöne Aussicht auf den Stadtteil am gegenüberliegenden Ufer des Etsch hatte. Auf dem Rückweg sind wir nochmal über die Piazza delle Erbe spaziert und dann vorbei an der Chiesa di San Nicolò all’Arena zurück zur Piazza Brà gegangen. Wir hatten perfektes Timing, als wir in den Bus eingestiegen sind, hat es angefangen zu regnen und kurz bevor wir in Bardolino waren, kam die Sonne wieder raus.
Bus Bardolino – Verona Piazza Brà (hin und zurück): 8,00 € p.P. (Stand Juni 2021)
Den restlichen Nachmittag haben wir am Pool und am See verbracht.
Am Abend sind wir dann am Seeufer entlang nach Garda spaziert. Das Städtchen hat uns auch sehr gut gefallen, mit dem kleinen Hafen und den engen Gässchen war es Bardolino sehr ähnlich, aber gefühlt wurde dort nicht ganz so viel deutsch gesprochen. Nach dem Abendessen haben wir noch etwas getrunken und dabei das EM-Eröffnungsspiel der Italiener angeschaut bevor wir zurück zum Campingplatz gegangen sind.
Tag 10: Gardasee
Unseren letzten ganzen Tag in Italien haben wir nochmal am Gardasee verbracht. Wir haben uns SUPs geliehen und sind damit ein Stück über den See gepaddelt, das hat wirklich Spaß gemacht und der windstille Tag war perfekt dafür.
SUP mieten: 15 € pro SUP pro Stunde (Stand Juni 2021)
Am Abend waren wir nochmal zum Essen in Bardolino und haben danach nochmal den Sonnenuntergang über dem See angeschaut.
Tag 11: Abreise
Nach dem Frühstück haben wir unsere Sachen zusammengepackt, waren noch beim Camper-Service und haben uns dann auf den Heimweg gemacht. Die Rückfahrt war ebenso wie die Anfahrt landschaftlich toll, dieses Mal sind wir auch ohne größeren Stau durchgekommen.
Maut Bardolino – Brenner Grenzübergang: 15,90 € (Stand Juni 2021)
Fazit
Italien hat wirklich viel zu bieten! Schon bei unserer letzten Italien-Reise waren wir begeistert von den schönen Städten und Seen und auch dieses Mal ging es uns nicht anders. An Florenz und Venedig hatten wir schon vorher hohe Erwartungen, die sogar noch übertroffen wurden, beide Städte sind super schön und absolut einen Besuch wert. Nach Pisa, Siena und Verona sind wir ohne große Erwartungen gefahren und wurden von allen drei, insbesondere aber von Siena, positiv überrascht. Die Fahrten durch die tollen hügeligen Landschaften mit Zypressen, Pinien und Weinanbaugebieten waren immer toll. Der Gardasee hat uns auch super gut gefallen, wobei uns das Drumherum etwas zu deutsch war, den Eindruck hatten wir beim letzten Mal am Lago Maggiore nicht so sehr.
Zu unserem ersten Camping-Urlaub können wir ein sehr positives Fazit ziehen, Campen war echt entspannt und die Route perfekt dafür.
Eigentlich lohnt sich eine Italien-Reise schon allein für das leckere Essen, aber darüber hinaus ist das Land einfach landschaftlich super schön und hat so viele tolle Städte mit süßen Gassen und beeindruckenden Kirchen zu bieten, dass sich eine Reise dorthin immer lohnt.
Bewertung Reisetauglichkeit mit Baby oder Kind
Italien ist ein ganz typisches Reiseziel mit Baby oder Kind – vermutlich, weil wie meisten Deutschen dort schon mal waren und sich damit sicher fühlen. Tatsächlich würden wir auch jederzeit mit Baby oder Kind nach Italien reisen und grundsätzlich auch zu den Reisezielen, die wir angesteuert haben. Je nach Alter des Kindes sind ganztägige Sightseeing-Touren durch die Städte vielleicht nicht optimal, aber es wäre problemlos möglich gewesen, diese abzukürzen und stattdessen etwas mehr Zeit auf den Campingplätzen zu verbringen. In den Altstädten sind Wickelmöglichkeiten nicht wirklich gegeben, allerdings haben die meisten Restaurants Hochstühle. In einigen Altstädten gibt es hauptsächlich Kopfsteinpflaster-Straßen und insbesondere Venedig mit all den Brücken ist sicherlich nicht optimal mit Kinderwagen – hier würden wir auf jeden Fall eine Trage bevorzugen. Alles in allem ist Italien mit Baby oder Kleinkind aber wirklich einfach zu bereisen, auch unsere erste Reise als Familie hat uns in dieses Land geführt, allerdings nach Sizilien.